Mindestens sechs Tote bei Hochhausbrand

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Die "Grenfell Tower Action Group", ein Zusammenschluss von Mietern, hatte in einem Internetblog vom November 2016 vor den Mängeln beim Brandschutz gewarnt und schon damals beklagt, dass Sorgen nicht ernst genommen werden.

Was erschwert den Kampf der Feuerwehrleute in einem Hochhaus?

Ein Bewohner des Grenfell Towers bestätigte dies der britischen BBC und sagte: "Hätten wir auf sie gehört und wären in der Wohnung geblieben, dann wären wir gestorben". Augenzeugen berichten von Schreien Augenzeugen hatten in der Nacht auf Twitter von Schreien berichtet.

London. Die dunklen Rauchschwaden ziehen auch am Mittag noch über West-London, Rettungskräfte löschen unermüdlich die Flammen, aber weiterhin dringt Feuer aus Fenstern dieses völlig schwarz verkohlten Wohnblocks.

Ein Anwohner beobachtet den Brand.

Was macht Brände in Hochhäusern so kompliziert und gefährlich?

Das von Sky News zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt die Löscharbeiten.

Mehr als zehn Stunden nach dem Ausbruch des Brandes waren noch immer Flammen im Gebäudeinnern zu sehen.

200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen in dem 27-stöckigen Wohnhaus. Die Polizei wurde eigenen Angaben zufolge kurz nach 1 Uhr (Ortszeit) alarmiert. Einige Bewohner befürchteten zunächst, dass es auch bei dem Brand einen Zusammenhang zum Terrorismus gegeben habe. Eine genaue Zahl nennt er nicht.

Zudem sollen noch mehrere Menschen in den Flammen eingeschlossen sein. "Es ist weg. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Gebäude einstürzt". Mindestens 79 Patienten werden in Kliniken behandelt, 18 von ihnen sind in einem kritischen Zustand. Der Rettungseinsatz werde mehrere Tage dauern. Die Ursache des Brandes ist unklar.

Das Feuer war in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen. Trotz der Katastrophe war das Hochhaus bis zum frühen Abend aber stabil genug, dass darin weiter nach eingeschlossenen Menschen gesucht werden konnte. Scotland Yard geht davon aus, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handle. Der Sozialbau mit seinen 120 Apartments wurde im Jahr 1974 erbaut und nach Behördenangaben kürzlich für 8,6 Millionen Pfund (9,75 Millionen Euro) modernisiert. In der Höhe kann es auch zu Druckverlusten in den Feuerlöschleitungen kommen, wenn die Gebäude keine modernen Brandschutzvorrichtungen aufweisen.

Uhr: Die Baufirma Rydon hat schockiert auf den Hochhausbrand in London reagiert.

Der Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem "bedeutenden Vorfall".

Es gebe viele dieser Wohnblöcke in London, so Khan. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei in Gedanken "in tiefer Anteilnahme" bei den Opfern und ihren Familien, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Die ersten Löschtrupps seien in weniger als sechs Minuten an Ort und Stelle gewesen. Die Crews arbeiteten „unter extrem schwierigen Bedingungen, um Menschen zu retten und den Großbrand unter Kontrolle zu bekommen“. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren an der Einsatzstelle.

"In meinen 29 Jahren bei der Feuerwehr habe ich nichts von diesem Ausmass gesehen", sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton.

Eine andere Augenzeugin berichtet, das ganz Gebäude habe in relativ kurzer Zeit lichterloh gebrannt. Offenbar befänden sich noch Menschen in dem Gebäude. Eine Mutter habe ihren Säugling aus dem "neunten oder zehnten Stock" geworfen, sagt Samira Lamrani der britischen Nachrichtenagentur PA. Ein Mann habe den Säugling gefangen. Trümmerteile flogen aus dem Gebäude, wie ein dpa-Reporter berichtete. Die Polizei riegelte alle Wege hermetisch und weiträumig ab.

Die Polizei twitterte, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden.

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