Mindestens sechs Tote bei Feuer-Inferno in Londoner Hochhaus

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Bei einem Großbrand in einem Londoner Hochhaus sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Die Londoner Polizei rechnet mit weiteren Todesfällen.

Wie eine brennende Fackel.

Feuerwehrleute spritzen Wasser auf das immer noch qualmende Hochhaus.

Immer noch steigen Rauchschwaden aus dem Gebäude in North Kensington auf.

Das Feuer war in der Nacht ausgebrochen.

"Sie waren eingeschlossen. Sie konnten nicht runter, insbesondere nicht aus dem obersten Stockwerk. die Menschen sind verbrannt", sagte ein Augenzeuge, Daniel, dem Rundfunksender BBC. Eine Anwohner-Initiative hatte zu diesem Anlass eindringlich vor der Gefahr eines Brandes im Gebäude gewarnt. Der Text beginnt mit den Worten, dass offenbar erst eine Katastrophe passieren müsse, bevor die für Hochhaus verantwortliche KCTMO zur Rechenschaft gezogen werde.

Die Rettungskräfte versuchten, die Bewohner aus dem brennenden Wohnblock in Sicherheit zu bringen.

Das von Sky News zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt die Löscharbeiten.

Im Zentrum Londons steht seit dem frühen Morgen dieses Hochhaus in Flammen.

Ein Reporter von Channel 4 berichtete, dass er von Asche bedeckt sei, "so schlimm ist es".

Der Alarm ging kurz vor 01.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) ein. Dort werde Bewohnern geholfen, die die Gegend verlassen mussten und noch nicht in ihr Zuhause zurück könnten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Eine genaue Zahl nannte Cundy nicht. Die Feuerwehr teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, das Haus brenne vom zweiten bis zum obersten Stockwerk. Über die Brandursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

Der Grenfell Tower ist ein 24-stöckiges Hochhaus mit 120 Wohnungen und liegt in einem hochpreisigen Bezirk Londons, dem Royal Borough of Kensington and Chelsea.

Fouzi Zahra lebt direkt neben dem Hochhaus. Einige Bewohner des Grenfell Towers sagten, ihnen sei geraten worden, im Fall eines Feuers in ihren Wohnungen zu bleiben. Das Gebäude wurde 1974 errichtet und zuletzt umfassend modernisiert.

16 Stunden nach dem Notruf waren mehrere Brandherde weiterhin nicht gelöscht. Die Baufirma Rydon hat schockiert auf die Feuerkatastrophe reagiert. Sie war für die Sanierung zuständig. Die Brandschützer hätten inzwischen alle 24 Stockwerke des Gebäudes erreicht, sagte ein Sprecher am Abend.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem "schwerwiegenden Vorfall" - eine Bezeichnung der britischen Behörden für eine Lage, die besondere Vorkehrungen durch einen oder mehrere Rettungsdienste erfordert. "Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden". Berichten zufolge befanden sich noch Menschen in dem Wohnkomplex. Mitunter machen Eigentümer auch höhere Angaben, um potenzielle Investoren und Mieter zu beeindrucken - ein Trick, für den etwa US-Präsident Donald Trump zu seiner Zeit als Immobilienhändler bekannt war. "Trupps mit Atemschutz haben unter extrem schweren Bedingungen Menschen gerettet und gegen die Flammen gekämpft", sagte Cotton. Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz. Auch mehrere Feuerwehrleute sind verletzt worden. "In meinen 29 Jahren bei der Feuerwehr habe ich noch nie etwas in dieser Grössenordnung gesehen", sagte sie. Augenzeugen berichteten, Menschen seien aus dem Gebäude gesprungen.

Andere berichten, dass Eltern - von Flammen umzingelt - ihre Kinder in die Tiefe geworfen haben. Eine Mutter habe ihren Säugling aus dem "neunten oder zehnten Stock" geworfen, sagte eine Augenzeugin der britischen Nachrichtenagentur PA.

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