Londons Feuerwehrchefin: Gebäude derzeit stabil

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Beim Brand eines Hochhauses in London sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Dutzende sind verletzt worden. Die Londoner Polizei geht von weiteren Todesfällen nach dem Hochhausbrand aus. Rettungskräften zufolge sind 20 Menschen nach dem Brand in einem kritischen Zustand. Mehr als 100 Polizisten sperrten den Grenfell-Tower ab, um den eingesetzten 250 Feuerwehrleuten und rund 100 Ärzten und Sanitätern die Arbeit zu erleichtern. Brandursache noch unklar Die Ursache des Brands war zunächst unklar.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem bedeutendem Vorfall. Der Brand sei noch nicht gelöscht. Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte die Londoner Feuerwehrchefin Dany Cotton in der Nähe des Gebäudes, aus dem immer noch Rauchschwaden emporstiegen. In den Jahren 2015 und 2016 wurde das Gebäude in North Kensington im Westen der britischen Hauptstadt renoviert. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt, sagte Feuerwehrchefin Cotton.

Rettungskräfte kämpften unermüdlich gegen das Feuer und brchten zahlreiche Bewohner des Grenfell Towers in Sicherheit. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und die sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma mit.

Noch im Morgengrauen brannte das Gebäude lichterloh, wie die von der Feuerwehr geposteten dramatischen Bilder zeigten. Es gebe viele Fragen, "die Antworten fordern", sagte er und kündigte eine gründliche Untersuchung an. Premierministerin Theresa May kündigte eine sorgfältige Untersuchung der Katastrophe an. Die Bundesregierung würdigte den Kampf der Rettungskräfte gegen die Flammen. Khan sagte später auch, die Frage des Brandschutzes in Londoner Hochhäusern werde untersucht werden müssen. Die Beamten wurde eigenen Angaben zufolge am Mittwoch kurz nach 1 Uhr (Ortszeit) alarmiert. Die Crews arbeiteten "unter extrem schwierigen Bedingungen, um Menschen zu retten und den Großbrand unter Kontrolle zu bekommen", hieß es in einem Statement der Feuerwehr. Das Feuer war am frühen Mittwochmorgen in dem 24-stöckigen Gebäude ausgebrochen: Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben um 00:54 gerufen worden.

Unbestätigten Berichten zufolge beendeten mehrere Bewohner ihre verzweifelte Flucht vor den Flammen durch den Sprung in die Tiefe, wo Feuerwehrleute Sprungtücher aufgespannt hatten. "Nach und nach kamen sie nicht mehr", berichtete ein Augenzeuge dem TV-Sender Sky.

Menschen seien nach Angaben eines Augenzeugen aus dem brennenden Gebäude gesprungen. Da waren Kinder am Fenster, da waren Kinder, die mit ihren Handys Licht gemacht haben, um Hilfe zu holen. Ein Mann habe den Säugling gefangen. Die Polizei räumte auch umliegende Gebäude, um die Bewohner vor herabfüllenden Trümmerteilen zu schützen. Ein 27-stöckiges Hochhaus steht seit den frühen Morgenstunden in Flammen. Die Polizei hat alle Wege hermetisch und weiträumig abgeriegelt.

Die Einwohner wurden gebeten, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park zu meiden. Viele Menschen wurde verletzt.

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