Kreidezeitliche Zecke wurde in Bernstein konserviert

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Biologen aus München und Berlin haben in 100 Millionen Jahre altem Bernstein eine bislang unbekannte Milbenspezies gefunden. Beschrieben wurde das perfekt konservierte Exemplar, das in der Kreidezeit lebte, von Forschern des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr, des Museums für Naturkunde Berlin und der Zoologischen Staatssammlung München im Fachblatt "Parasitology". Mittels Mikroröntgentomographischer Analyse (MikroCT) gelang den Forscher eine exakte Beschreibung des kleinen Parasiten. Ein Szenario wie im Film Jurassic Park sei jedoch ausgeschlossen.

Benannt wurde die neu entdeckte Zeckenart nach ihrem Fund in sogenanntem Birmit aus Myanmar - Amblyomma birmitum. Ihre engsten Verwandten sind demnach heutige Schildzecken der Gattung Amblyomma mit weltweit mehr als 130 lebenden Arten. Typische Wirtstiere für sie sind Reptilien. An heutigen Waranen saugen etwa gleich mehrere Arten dieser Gattung.

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