US-Notenbank Federal Reserve erhöht Leitzinsen

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Die US-Notenbank Federal Reserve hat erneut ihren Leitzins erhöht. Das für Geld- und Kreditgeschäfte in den USA entscheidende Niveau des US-Leitzinssatzes liegt ab sofort bei 1,00 bis 1,25 Prozent und damit 0,25 Prozentpunkte höher als bisher, teilte die Fed nach der Juni-Sitzung des für Zinsentscheidungen zuständigen Offenmarkt-Ausschusses mit. Damit ginge Notenbank-Chefin Janet Yellen unbeirrt ihren Weg weiter, die die Geldpolitik nach den Jahren der Finanzkrise zu normalisieren.

Es handelt sich um die vierte Leitzinsanhebung seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Notenbank orientiert sich bei ihren geldpolitischen Entscheidungen am Arbeitsmarkt und an der Inflationsrate. Experten hatten mit dem Schritt gerechnet, da die Wirtschaft in den USA derzeit gut läuft. Zuletzt zog die Fed die Zügel im März an.

Beobachter hatten diese Entscheidung erwartet. Das Führungsmitglied Neel Kashkari wollte keine Erhöhung. Der marktbreite S&P-500-Index mit seinen 500 Aktien aus der US-amerikanischen Unternehmenslandschaft steigt in einer ersten Reaktion auf 2441 Punkte.

Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4,3 Prozent hat die Fed Vollbeschäftigung praktisch erreicht. Die Inflation dürfte sich mittelfristig bei zwei Prozent stabilisieren. Der Dollar gab 0,4 Prozent nach. In diesem Inflationsmaß werden die schwankungsgreichen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert. Die schwächelnde Inflation werde wohl ein vorübergehendes Phänomen sein.

Die US-Wirtschaft entwickele sich bislang moderat, erklärte die Fed weiter. Aus den neuen Prognosen der Währungshüter geht zudem hervor, dass sie für das Jahresende mit einem Zinsniveau von 1,375 Prozent rechnen. Nach zehn Jahren Nullzins hatte die US-Notenbank im Dezember 2015 begonnen, die Zinsschraube wieder anzuziehen.

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