Roger Federer schwärmt von Rafael Nadal

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Besser könnte es nicht passen. Zu Ehren seines zehnten Titels bei den French Open hatten die Veranstalter im Stade Roland Garros eine pompöse Show auf die Beine gestellt und Rafael Nadal war sichtlich gerührt. Der Spanier hatte satte fünf Stunden weniger Matchzeit bis zum Final verbraucht. (Bild: Gonzalo Fuentes / Reuters) Der Spanier ist mit seinem Sieg der erste Tennisprofi, der zehn Mal bei ein und demselben Grand Slam die Trophäe erobert.

Eigentlich wäre es der perfekte Moment gewesen, um die Karriere zu beenden. Den Viereinhalb-Stunden-Krimi im Halbfinal gegen Andy Murray hat er bestens verdaut.

Zunächst dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis der neu zehnfache French-Open-Champion Nadal in diesem Sommer die Nummer 1 übernimmt.

Bernerzeitung.ch berichtet ab 15 Uhr live vom Final Wawrinka gegen Nadal.

"Diese Entscheidung macht mich traurig, weil ich Queen's liebe", sagte Nadal: "Ich habe das Turnier 2008 gewonnen, und jedes Mal, wenn ich den Final von Wimbledon erreicht habe, hatte ich vorher in Queen's gespielt". "Rafa ist unglaublich", sagte Wawrinka bei der Siegeszeremonie, "ich kann ihm nur gratulieren". "In Paris ist gegen ihn keiner Favorit". Viel wichtiger: "Nach drei Jahren ohne Grand-Slam-Titel hat er mit diesem Sieg seine Kampagne neu gestartet". "Ich muss verhindern, dass er in die Position kommt, um so hart zu schlagen". Nadal gewann die ersten zwölf Duelle mit Wawrinka ohne je einen Satz zu verlieren. Ob es Wawrinka psychologisch etwas bringe, dass er Nadal im Finale der Australian Open 2014 zum ersten Mal geschlagen habe? Noch nie habe er im Vorfeld einer Rasensaison so viel trainiert, so der Weltranglisten-Fünfte, der auf eine Teilnahme am French Open verzichtet hat, um seinen Körper zu regenerieren und sich auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Danach setzte er zum kaum erwarteten Höhenflug an. Einer seiner drei Siege glückte Wawrinka auf Sand (Rom 2015). Deshalb auch die bezeichnende Geste an den Kopf nach vielen heissen Matches, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Ihn, den besten Sandplatzspieler der Welt, den besten Sandplatzspieler aller Zeiten. "Er spielt mit extrem viel Drall, er bringt immer noch einen Ball mehr zurück, und wenn du mit einem Schlag kurz wirst, kannst du dem Punkt gleich ‚auf Wiedersehn' sagen", erklärt der Waadtländer.

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