Quartier-Entscheidung für WM nach Confed Cup

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Beim 7:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Fußballzwerg San Marino schlug auch erstmals die Stunde für Diego Demme: Der 25-jährige Mittelfeldmann, der mit seiner Laufstärke ein wichtiger Bestandteil in der ersten und zugleich bärenstarken Bundesliga-Saison von RB Leipzig gewesen war, durfte ab der 76. Minute mitwirken. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Kapitän Julian Draxler huschte nach einem Kurztrip ans Mittelmeer wortlos in die Lobby.

"Einen Spieler aus dem Urlaub zu holen, macht wenig Sinn", sagte Teammanager Oliver Bierhoff am Dienstagabend: "Wir haben auch eine Verantwortung dem Spieler und dem Verein gegenüber".

Am Donnerstag bricht der DFB-Tross mit nun 21 Spielern nach Russland auf. "Was ich über die Jahre gelernt habe, ist, dass man Veränderungen braucht - ob man erfolgreich ist oder nicht", sagte Löw vor dem Abflug zur Mini-WM. Die Schwerpunkte der finalen Präparation hat Löw bereits benannt: Verfeinerung der Offensive, Aufbau einer stabilen defensiven Organisation und das Einüben von Standardsituationen. "Über allem steht die WM 2018 und der erneute Titelgewinn, das ist die Vision", sagt er, das Wort "Titelverteidigung" vermeidet Löw bewusst, er hat es aus dem Wortschatz der Nationalmannschaft gestrichen. Der Gladbacher ist ebenfalls neu in der deutschen Elitemannschaft.

Bundestrainer Joachim Löw plante zunächst, keinen Spieler nachzunominieren. Doch die Fans wollen gerade bei uns diese Topspieler noch ein paar Jahre auf gutem Niveau sehen. Löw findet das Turnier wegen der hohen Belastung für die Spieler zwar grundsätzlich überflüssig und plädiert für eine Abschaffung - da er es aber spielen muss, will er es zu seinem Vorteil nutzen.

Der Freiburger betrachtet den Confed Cup auch als "willkommene Gelegenheit, um einfach noch mehr Erfahrung zu sammeln, das Land und die Menschen besser kennenzulernen, die Bedingungen vor Ort, die Stimmung aufzusaugen. Die Umstände dort interessieren uns immer".

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