Polizeianwärter in tödliche Messerattacke verwickelt

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Ein 23-Jähirger, der beschuldigt wird an der tödlichen Messerstecherei in Wiesbaden beteiligt gewesen zu sein, ist ein Polizist in Ausbildung.

Ein 19-Jähriger war in der Nacht zum Sonntag in der Landeshauptstadt mit einem Messerstich in die Herzregion umgebracht worden. Der 23-Jährige stehe zwar nicht in dringendem Tatverdacht, das 19 Jahre alte Opfer erstochen zu haben, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es sei aber noch nicht abschließend geklärt, ob die Stiche von einem oder zwei Tätern ausgeführt wurden. Die Staatsanwaltschaft will am Nachmittag die beiden verletzten Männer vernehmen. Die Dreiergruppe flüchtete vom Tatort. Der Polizeianwärter gehörte nach den bisherigen Erkenntnissen zu einer Gruppe von drei Männern, die nachts gegen 3.30 Uhr in der Wiesbadener Innenstadt mit einer Gruppe von sechs Männern in Streit geraten war.

Gegen einen 24 Jahre alten Studenten aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Der Mann habe sich bislang noch nicht zu den Tatvorwürfen geäußert, erklärte der Sprecher der Anklagebehörde.

Die sofort eingeleiteten Ermittlungen führten zunächst auf die Spur des 22-Jährigen, welcher gestern festgenommen wurde.

Warum die Situation eskalierte und es zu der tödlichen Messerattacke kam, ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Der junge Mann habe vom Jugendstrafrichter Auflagen erhalten. Welchen Tatbeitrag jeder einzelne geleistet hat und welche Person oder welche Personen ein Messer eingesetzt haben, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

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