Mehrere Tote bei Großbrand in Londoner Hochhaus

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"In Europa sind wir die einzigen". Derartige Hochhäuser seien über ganz London verteilt.

Hanan Wahabi erzählt: "Asche wurde durch das halb geöffnete Fenster ins Wohnzimmer geweht". Ein Mann habe das Baby aufgefangen. Was aus der Familie wurde, ist nicht bekannt. "Sie waren jung, vielleicht zwischen vier und acht Jahren alt".

Polizei und Feuerwehr warnen eindringlich vor Spekulationen. In dem Apartmenthaus sollen viele Familien mit Kindern gelebt haben. Nach Angaben des Stadtbezirks Kensington und Chelsea wurden Notfallzentren eingerichtet, etwa in einer Kirche und einem Sportzentrum. Die Zahl der Toten wird nach Einschätzung der Polizei noch steigen - die Bergungsaktionen könnten noch Tage andauern. Die Rettungsarbeiten dürften sich noch längere Zeit hinziehen. Die Baufirma Rydon hat schockiert auf die Feuerkatastrophe reagiert. So hätte die Bewohner-Vereinigung Grenfell Action Group in der Vergangenheit mehrmals vor Brandrisiken in dem Gebäude gewarnt, hieß es am Morgen.

Das Hochhaus in London ist zu großen Teilen zerstört. Auch eine im Mai 2016 abgeschlossene Renovierung für zehn Millionen Pfund änderte nichts an den Bedenken der Anwohnergemeinschaft. Bewohner und Nachbarn des Hauses hatten unzureichende Sicherheitsmaßnahmen im Grenfell Tower kritisiert. "Zu dem Zeitpunkt war das Feuer noch nicht ganz oben angekommen", sagt sie.

Die Polizei twitterte, zahlreiche Verletzte würden behandelt.

London - Bei einem verheerenden Brand eines Hochhauses im Zentrum Londons sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge wird der Einsturz des Gebäudes befürchtet.

"Leider erwarte ich nicht, dass es noch mehr Überlebende geben wird", sagte Stuart Cundy von Scotland Yard Reportern. Das teilte eine Polizeisprecherin mit.

Brandursache: Weshalb es zu dem Feuer kam, liegt noch völlig im Dunkeln, ebenso wo genau der Brand ausbrach. Bei dem Einsatz wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt. Es sei offensichtlich, dass in Deutschland geltende Sicherheitsbestimmungen für Hochhäuser bei dem Haus in London keine Anwendung gefunden hätten. In den Papieren vom vergangenen November wurde laut Guardian aber eingeräumt, dass weitere Maßnahmen nötig seien, um den Brandschutz zu verbessern. Mays Büro erklärte, die Premierministerin betrauere den tragischen Tod von Menschen und lasse sich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. Eine Einigung werde nicht mehr heute bekanntgegeben, sondern könnte bis kommende Woche verschoben werden. Die Ursache des Brandes ist noch unklar.

Seite Mittwochnacht (14.06.) 1 Uhr brennt der Grenfell Tower in London lichterloh.

Seit dem frühen Mittwochmorgen brennt das 27-stöckige Hochhaus mit 120 Wohnungen. Dessen Stabilität werde von einem Ingenieur überwacht.

Die Einsatzkräfte waren nach eigenen Angaben innerhalb von sechs Minuten am Ort des Geschehens.

50 Menschen wurden nach Angaben der Londoner Rettungsdienste in Krankenhäuser gebracht, weil sie Rauch eingeatmet hatten, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Es ist unklar, ob sich noch immer Menschen in dem Gebäude befinden. Andere hätten versucht, sich mit Bettlaken abzuseilen. Mit den Tränen kämpfende Zeugen berichten, wie Mütter ihre Kinder aus dem Fenster geworfen haben, um sie zu retten. Der Einsatz wird nach Angaben der Polizei mehrere Tage dauern.

Khan sagte später auch, die Frage des Brandschutzes in Londoner Hochhäusern werde untersucht werden müssen.

Ein Anwohner berichtete: "Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt".

DüsseldorfDas in der Nacht zu Mittwoch ausgebrochene Feuer in einem Hochhaus im Londoner Stadtteil Kensington ist noch immer nicht gelöscht. Die Bewohner sässen "in dem Gebäude in der Falle". Im Grenfell Tower befinden sich 120 Wohnungen.

Augenzeugen sagten zudem, das Feuer sei im unteren Teil des Gebäudes ausgebrochen und habe sich dann nach oben durchgefressen.

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