Human Rights Watch kritisiert FIFA

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Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Gastgeber Russland und Weltverband FIFA bezüglich der Arbeitssituation auf den Baustellen für die Weltmeisterschaft 2018 kritisiert und die Ausbeutung von Arbeitern dargelegt.

Arbeiter hätten im Winter ohne Schutzkleidung bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius arbeiten müssen – ohne ausreichende Pausen zum Aufwärmen.

"Bauarbeiter in WM-Stadien sind Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt, und die FIFA hat noch nicht gezeigt, dass sie diese Probleme effektiv überwachen, verhindern und beheben kann", so Buchanan weiter.

Die WM findet in elf russischen Städten statt.

Zudem verweist HRW auf die unwürdigen Arbeitsbedingungen nordkoreanischer Bauarbeiter, über die internationale Medien und auch 20 Minuten bereits im Frühjahr berichteten.

HRW warf dem Fußballweltverband Fifa vor, die Arbeitsbedingungen im Vorfeld des in Kürze beginnenden Confederations Cup und der WM im kommenden Jahr nicht ausreichend zu überprüfen. Mindestens 17 Arbeiter seien zudem auf WM-Baustellen ums Leben gekommen. "Das FIFA-Versprechen, die Menschenrechte zu einem Herzstück ihrer globalen Operationen zu machen, wurde in Russland auf die Probe gestellt, und die FIFA erfüllt es nicht", sagte Buchanan.

Die FIFA wies die Anschuldigungen noch vor Veröffentlichung des Reports zurück. Die vierteljährlichen Untersuchungen kämen nicht zu den gleichen Ergebnissen wie Human Rights Watch, sagte ein Fifa-Sprecher. Obwohl man keine vertraglichen Bindungen mit den Baufirmen habe, unternehme man mehr als jede andere Sportorganisation, um Menschen- und Arbeiterrechte zu schützen. Den russischen Behörden warf die Menschenrechtsorganisation vor, HRW-Mitarbeiter einzuschüchtern. Ein Mitarbeiter sei in Wolgograd sogar von der Polizei festgenommen worden. Am Samstag beginnt der Confed Cup als Testlauf mit acht Teams, darunter Weltmeister Deutschland. Der Verband "teilt das Ziel von HRW, angemessene Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen sicherzustellen", erklärte der Verband.

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