Geheimgespräche über weichen Brexit?

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Ihr Parteikollege, der britische Schatzkanzler Philip Hammond, plädiert bei den Austrittsverhandlungen mit der EU auf mögliche Zugeständnisse. Tatsächlich aber wird der Begriff unterschiedlich benutzt, ebenso wie "weicher Brexit": Nicht alle meinen damit dasselbe.

Zuvor hatte der "Telegraph" berichtet, dass Kabinettsmitglieder geheime Gespräche über einen "weichen" Brexit mit Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei führten, um May zu Konzessionen bei der Einwanderung, der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt zu drängen.

Sie sind noch kein Abonnent und wollen den Bericht lesen? Premierministerin Theresa May hat sich bislang für einen harten Kurs ausgesprochen. Demnach würde Großbritannien nicht nur aus der EU ausscheiden, sondern auch aus Binnenmarkt und Zollunion, um die Einwanderung schärfer zu begrenzen. May will das nicht, weil sie die Bedingungen der EU ablehnt: Wer zum Binnenmarkt gehören will, muss auch den Zuzug von EU-Bürgern akzeptieren. Als Mitglied der Zollunion darf man keine eigenen Handelsverträge schließen. Seit Mays Ansage, den Binnenmarkt und die Zollunion zu verlassen, ist die ursprüngliche Idee vom "weichem Brexit" quasi zu den Akten gelegt. Es sei wahrscheinlich, dass Hammond die Unterstützung von Vize-Premier Damian Green suchen werde, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Am Dienstag meldete sich ebenso Mays Vorgänger, Ex-Premierminister David Cameron, während einer Geschäftskonferenz in Polen zu Wort.

Ein genauer Termin für den Brexit-Verhandlungen steht noch nicht fest. Danach sollten die Gespräche am kommenden Montag beginnen.

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