French Open: Thiem schmeißt Djokovic raus

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In Paris schraubte er seine beeindruckende Bilanz auf 79 Siege bei nur zwei Niederlagen.

Thiem darf aber nach seinem zweiten Halbfinale en suite in Roland Garros dennoch zufrieden bilanzieren. Der Spanier gewinnt am French Open im zehnten Final seinen zehnten Titel, indem er Stan Wawrinka mit 6:2, 6:3, 6:1 vom (Sand-) Platz fegt. Der Serbe musste sich in Paris dem Österreicher Dominic Thiem unerwartet deutlich mit 6:7 (5:7), 3:6, 0:6 geschlagen geben. "Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist unglaublich, hier wieder im Finale zu stehen", sagte Nadal, der bei der mit 33,8 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in diesem Jahr noch keinen Satz abgegeben hat. Im Halbfinale rang er dann den britischen Weltranglisten-Ersten Andy Murray in einem hochklassigen Fünf-Satz-Match nach viereinhalb Stunden nieder und steht nun zum vierten Mal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. "Es wird sehr schwer".

Nach seinem vor allem in dieser Klarheit unerwarteten Sieg über Titelverteidiger Novak Djokovic hat sich der 23-jährige Thiem weltweit in die Sportschlagzeilen gespielt. In Paris arbeitete Djokovic eine Woche lang mit Andre Agassi zusammen, doch der Amerikaner kommt bislang als Vollzeit-Coach nicht infrage.

Unabhängig von der Enttäuschung gegen Nadal verlässt Thiem Paris als besserer und abermals gereifter Spieler.

Das bekam am Freitagabend auch Thiem zu spüren.

Auch Rafael Nadal meldete sich zu Wort: "Dominic hat fehlerhafter als sonst gespielt". Beim 6:4,6:3-Erfolg vor fast drei Wochen in Rom hatte Thiem sein bestes Tennis ausgepackt.

Doch Nadal und Roland Garros - das ist eben eine ganz besondere Beziehung, der sich auch Thiem beugen musste.

Im Spiel Nadal gegen Thiem treffen auch zwei der aktuell besten Vorhand-Spieler mit extremem Vorwärtsdrall aufeinander.

Bresnik gab zu bedenken, dass auch die ersten beiden Paris-Runden von Thiem nicht wirklich gut waren. Dem Weltranglisten-Siebten gelang gleich zu Beginn des zweiten Satzes ein schnelles Break, das er fortan nicht mehr hergab.

Wer gewinnt die French Open 2017?

Die Finals von Madrid und Barcelona hat Thiem gegen Nadal verloren. "Es ging nichts in meine Richtung, dafür alles in seine", sagte der zwölfmalige Grand-Slam-Turnier-Sieger, der in der französischen Hauptstadt zuletzt sechs Mal in Serie mindestens das Halbfinale erreicht hatte.

Murray zeigte sich als fairer Verlierer.

Nach Wimbledon geht es für Thiem, der auf sein Heimturnier in Kitzbühel und andere Sandplatz-Klassiker im Sommer verzichtet, diesmal direkt auf Hartplatz zu den Turnieren in Washington, den ATP-Masters-1000-Events in Montreal und Cincinnati sowie dann den US Open.

Das Match begann auf dem Center Court Philippe Chatrier zunächst zwar für Thiem nach Wunsch.

Wawrinka wird nicht nur 2018 wieder versuchen, seinen gesamt zweiten Paris-Titel nach 2015 einzufahren. Das Momentum lag jetzt auf Wawrinkas Seite. Djokovic gratulierte fair, die Sätze 2 und drei dauerten mit 39 und 20 Minuten zusammen nicht einmal eine Stunde.

Doch der Schweizer steckte nicht auf.

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