Kind erstochen: Mann war Straftäter mit Fußfessel

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Die 47 Jahre alte Mutter des Kindes erlitt bei der Auseinandersetzung mit dem Mann schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Schnittverletzungen.

Grausamer Tod eines Fünfjährigen in Bayern: Der Junge wurde am Samstag in einer Asylbewerberunterkunft im oberpfälzischen Arnschwang von einem Bewohner mit einem Messer erstochen. Allerdings gelang es den Beamten nicht, den 41-Jährigen zur Aufgabe zu überreden oder ihn zu überwältigen. Die Ermittlungen wegen des Schusswaffengebrauchs führt das Landeskriminalamt. Sie befindet sich noch in stationärer Behandlung und ist derzeit nicht vernehmungsfähig. Es wird immer hinzugezogen, wenn Polizisten im Einsatz die Waffe benutzen.

Der sechs Jahre alte Bruder des getöteten Kindes sah die Szene mit an und erlitt einen schweren Schock. Sie wurde mit einem weiteren, sechsjährigen Kind in ein Krankenhaus gebracht und dort von einem Kriseninterventionsteam betreut. Mit Bescheid der Stadt München sei er am 13. Juli 2011 aus Deutschland ausgewiesen worden. "Es kann daher noch nicht abschließend gesagt werden, in welchem Verhältnis sie zu dem 41-Jährigen stand und weshalb es zu der Auseinandersetzung kam", heißt es in der Pressemitteilung. Als konvertierter Christ drohe ihm Gefahr in Afghanistan, erklärte er damals.

Die Polizei schoss nach Berichten des Bayerischen Rundfunks acht Mal auf den Täter. Zur Kontrolle wurde ihm eine elektronische Fußfessel angelegt.Nach der Tat am Samstagabend hatte ein Polizist den Mann erschossen. Danach wohnte er in dem Asylbewerberheim in Arnschwang. Wegen der Verurteilung als Brandstifter stand der Afghane unter sogenannter Führungsaufsicht. Wie die Regierung der Oberpfalz weiter mitteilte, gab es für die Mitarbeiter in der Unterkunft keinerlei Anhaltspunkte für eine Eskalation.

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