Relegation: Mario Gomez vom VfL Wolfsburg von Beleidigungen durch Braunschweig

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Dass Jonker in Braunschweig explizit seinen degradierten Kapitän, Torwart Diego Benaglio, für seine Arbeit dankte, sprach Bände: Ausgerechnet jene, die sich am meisten mit Verein und Stadt identifizierten, wurden entweder wie der zu Schalke abgewanderte Naldo vorher vergrault oder später nicht mehr gebraucht (Benaglio und Arnold). Wolfsburg musste dennoch in die Relegation, in der schon das Hinspiel mit 1:0 gewonnen wurde. Aber der Jubellauf, zu dem danach die Spieler des VfL Wolfsburg ansetzten, dürfte zu ihren mit Abstand engagiertesten Szenen der gesamten Saison gezählt haben. Uns geht es derzeit nicht so gut.

Vor 23'000 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion genügte den "Wölfen" für den Erfolg eine Leistung, die die verkorkste Spielzeit mit drei Trainern und zwei Sportdirektoren gut widerspiegelte. Trainer Torsten Lieberknecht setzte zunächst noch nicht auf totale Offensive und beließ den Kubaner Onel Hernandez beim Anpfiff auf der Bank. Torjäger Christoffer Nyman kam frei zum Abschluss. Eintracht Braunschweig forderte Wolfsburg zwar, scheiterte aber an der fehlenden Effizienz. Die erste Gelegenheit hatte Yannick Gerhardt nach langen 34 Minuten, Jasmin Fejzic klärte aus spitzem Winkel zur Ecke.

Nach dem Seitenwechsel und der schnellen Wolfsburger Führung musste Lieberknecht reagieren, nun kam auch Hernandez.

Braunschweig muss jeweils aufgrund von Muskelverletzungen auf Domi Kumbela und Julius Biada verzichten. Wolfsburg vergab in der Schlussphase bei guten Kontergelegenheiten einen höheren Sieg. Der VfL spielte es jetzt cool runter - und das reichte am Ende, um an diesem Abend erstklassig zu bleiben. In der 17. Minute zeigte sich erstmals VfL-Coach Andries Jonker an der Seitenlinie, um seine Spieler gestenreich zu beruhigen. Die Polizei hatte große Mühe, sie unter Kontrolle zu bekommen.

Der Nationalspieler, spätestens nach dem umstrittenen Handelfmeter-Tor im Hinspiel die Reizfigur der Braunschweiger Fans, gab sich souverän: „Das macht gar nichts mit mir, es zählt allein das Geschehen auf dem Platz.“.

Der Böllerwurf in Richtung eines Ordners habe in der Partie "zu einem Bruch geführt - wir haben das gegen Hannover erlebt, wir haben das hier erlebt", meinte Ebel. "Mit der letzten Ausfahrt", wie es Sportchef Olaf Rebbe formulierte, war der Klassenerhalt geglückt, mit einem 1:0 im Relegations-Rückspiel in Braunschweig, ein irrsinnig hitziges Spiel, das auch hätte schiefgehen können.

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