Panik beim Public Viewing in Turin - 600 Verletzte

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Während der Public-Viewing-Veranstaltung auf dem zentralen Platz San Carlo brach am Samstagabend kurz vor Ende der Partie Chaos aus, nachdem mehrere Feuerwerkskörper gezündet wurden, wie Reporter der Nachrichtenagentur Radio China International berichtete.

Zehn Minuten waren es noch bis zum Abpfiff des Champions-League-Finales, als es auf der Piazza San Carlo in Turin knallte. Rund 1400 Personen werden verletzt. "Was der genaue Auslöser war, werden wir erst später erfahren", sagte Saccone. Die Bilanz: Über 1500 Menschen werden verletzt, drei davon schwerst, die meisten erleiden Schnittwunden. Die Turiner Zeitung "La Stampa" berichtete von umgefallenen Absperrungen. Nach Angaben des Polizeipräsidenten sei wahrscheinlich ein Knallkörper explodiert und hatte die Menschen in die Flucht getrieben.

Insbesondere die jüngsten Terroranschläge in England dürften ihren Teil dazu beigetragen haben, dass es zu dieser Massenpanik kam. Viele konnten bereits wieder aus den Krankenhäusern entlassen werden. Menschen rannten davon, trampelten andere nieder, viele wurden eingequetscht. Der gesamte Platz war mit Glasscherben und Schuhen übersät. Menschen flüchten sich auf Kioskdächer, suchen Freunde und Kinder, die im Gedränge verloren gegangen sind.

Auf dem Platz waren rund 30.000 Menschen, um das Spiel ihres Heimatclubs zu verfolgen. "Ich bin erschüttert, es erinnerte an die Katastrophe von Heysel", sagte ein Fan der Ansa. Beim Finalspiel des Europapokals der Landesmeister im Mai 1985 zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin im Heysel-Stadion waren in Brüssel 39 Menschen gestorben.

Die Turiner Bürgermeisterin Chiara Appendino und Juves Präsident Andrea Agnelli, die in Cardiff dem Finale der Königsklasse beigewohnt hatten, zeigten sich erschüttert.

Fans berichteten von vollkommener Planlosigkeit und versperrten Fluchtwegen.

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