Konflikte: Bewaffnete greifen Hotelanlage in Manila an - Schüsse und Feuer

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Es könne sich auch um einen Raub handeln.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den Überfall eines bewaffneten Angreifers auf einen Hotel- und Casinokomplex in Manila für sich beansprucht.

Kurz vor der offiziellen Aufkündigung des Klimaabkommens hat sich US-Präsident Donald Trump zu dem Vorfall in Manila geäußert. Er zeigte sich erschüttert vom Angriff auf die Hotelanlage.

In lokalen Medienberichten hiess es, die Polizei sei mit starken Kräften angerückt und habe das Gelände abgeriegelt, während Passanten flüchteten. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen", so der US-Präsident. Es sei wirklich sehr traurig, was in der Welt wegen Terror passiert.

Augenzeugen berichteten, es befänden sich mehrere Bewaffnete in dem Gebäude des Resorts World Manila. Das amerikanische Außenministerium rief Amerikaner auf den Philippinen dazu auf, die Gegend um die Anlage zu meiden.

Vor mehr als einer Woche hatte die philippinische Armee auf der südlichen Insel Mindanao eine Offensive gegen Islamisten mit Verbindungen zum IS gestartet. Gefechte gab es in den vergangenen Tagen vor allem um die südphilippinische Stadt Marawi. Bei den Islamisten handelt es sich überwiegend um Angehörige einer lokalen Terrorgruppe namens Maute, die dem "Islamischen Staat" Treue geschworen hat.

In den Philippinen kämpfen muslimische Aufständische seit vier Jahrzehnten gegen die Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. Die Männer kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Donnerstag in der umkämpften Stadt Marawi bei einem Luftangriff ums Leben, der eigentlich Aufständischen galt. Von den eigentlich mehr als 200'000 Einwohnern sind Zehntausende geflohen. Auf Anordnung von Präsident Rodrigo Duterte gilt für die gesamte Insel mit mehr als 20 Millionen Bewohnern das Kriegsrecht.

Die Kämpfe hatten mit einem Versuch der Regierungstruppen begonnen, in Marawi einen berüchtigten Anführer der Terrorgruppe Abu Sayyaf festzunehmen.

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