Verletzte nach Londoner Terroranschlag im Krankenhaus

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Am 22. März war der 52-jährige Khalid Masood auf der Westminster Bridge in Fußgänger gefahren. Auf einem Marktplatz griffen sie dann Passanten mit Messern an. Mindestens 48 weitere Menschen wurden verletzt.

Drei Angreifer wurden nach Polizeiangaben erschossen. Im Bereich Borough Market nahe der London Bridge sind CNN zufolge zwei Männer in ein Restaurant eingedrungen und haben auf eine Kellnerin und einen Mann eingestochen.

Premierministerin Theresa May sprach von einem "möglichen Terrorakt" und kündigte für Sonntag eine Krisensitzung ihres Kabinetts an. Man müsse aber noch weiter ermitteln, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, erklärte Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley. Für Sonntagmorgen berief sie eine Sicherheitssitzung ein. Am Donnerstag wählen die Briten ein neues Parlament. Kurz darauf wurden aus dem nahegelegenen Borough Market ein Messerangriff und Schüsse gemeldet. Die drei Täter stiegen danach aus dem Van und attackierten Menschen mit laut Augenzeugenberichten 30 Zentimeter langen Klingen.

Die Attentäter hätten Westen getragen, die so aussahen, als würden sie Sprengstoff enthalten. Die Angreifer hatten Sprengstoffgürtel umgeschnallt, die sich jedoch später als Attrappen entpuppten. Auch mehrere Polizisten wurden verletzt. "Das war wie ein Amoklauf", zitierte der britische Nachrichtensender BBC in der Nacht einen Zeugen. Die Täter hätten gerufen: "This is for Allah". Sie rief die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und die Gegend zu meiden. Die London Bridge wurde komplett abgeriegelt. Dabei handele es sich um den Borough-Markt. Die Polizei sperrte große Areale in der Stadt ab. Sie bat die Menschen, nicht leichtfertig Videos und Bilder von den Tatorten in Umlauf zu bringen. Anschließend habe sich ein Zwischenfall im Stadtviertel Vauxhall ereignet.

Premierministerin Theresa May hatte zunächst von einem möglichen Terrorakt gesprochen, die Polizei wenig später dann von Terroranschlägen. Die vorübergehend geschlossene U-Bahnstation Vauxhall wurde wieder geöffnet.

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Polizisten mit Schutzschilden stehen nach der Attacke auf der Borough High Street in London

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert in Manchester 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

Mehrere Personen sind, teilweise schwer, verletzt worden. Anderen Medienberichten zufolge wurde nach drei möglicherweise bewaffneten Männern gefahndet. Anschliessend sei ein Mann mit einem Messer herausgekommen und in Richtung einer nahe gelegenen Bar gerannt. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen und Dutzende Menschen verletzt worden. Der Attentäter war auch damals erschossen worden.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete die Terrorangriffe als "gezielte und feige Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher. Die britische Innenministerin Amber Rudd nannte die Attacke "entsetzlich". Diese habe sich gegen Menschen gerichtet, die sich mit ihren Freunden und Familien amüsiert hätten. Wegen des Anschlags setzten fast alle Parteien ihren Wahlkampf aus, nur die rechtspopulistische Ukip-Partei schloss sich dem nicht an.

US-Präsident Donald Trump verurteilte die Terrorattacke scharf und drückte der britischen Regierungschefin telefonisch sein Beileid aus.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe angesichts dieser "neuerlichen Tragödie mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs".

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