Terrorismus | Terror in London: Polizei geht von drei Attentätern aus

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Die Polizei ging am Morgen davon aus, dass es über die drei erschossenen Verdächtigen hinaus keine weiteren Täter gibt. Dann griffen sie Passanten mit Messern an. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen. Am Sonntag meldet die Polizei mehrere Festnahmen. Premierministerin Theresa May sagte in der Nacht, die Vorfälle würden als mutmaßliche Terroranschläge behandelt. Zunächst war ein Kleinbus auf der London Bridge in die Fußgänger gefahren. Im Bereich Borough Market nahe der London Bridge sind CNN zufolge zwei Männer in ein Restaurant eingedrungen und haben auf eine Kellnerin und einen Mann eingestochen.

Dort seien die Männer dann aus dem Fahrzeug gesprungen und hätten Menschen "geschlagen und mit Messern und Macheten attackiert", hieß es in weiteren Berichten der BBC. Dabei sollen sie Augenzeugen zufolge "Das ist für Allah" gerufen haben. Eine ausführliche Rekonstruktion der Tat lesen Sie hier. Drei Angreifer seien von Beamten erschossen worden. Die Attentäter hätten Westen getragen, die so ausgesehen hätten, als würden sie Sprengstoff enthalten. Die Angreifer hatten Sprengstoffgürtel umgeschnallt, die sich jedoch später als Attrappen entpuppten. Er wurde durch Messerstiche gegen den Kopf verletzt. Viele davon befinden sich in kritischem Zustand, sagte May. Unter den Verletzten sind nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt auch Deutsche. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntag in Dresden. Angaben zu allfälligen Schweizer Opfern lagen bis zum frühen Sonntagnachmittag nicht vor. Eines der Todesopfer stammt aus Kanada.

Bei dem Zwischenfall mit dem Kleinlastwagen auf der London Bridge hat es laut Polizei "mehr als einen Toten" gegeben.

Die Gesamtzahl deutscher Verletzter war zunächst unklar.

Über die Hintergründe der Tat - wie etwa die Identität der Attentäter - ist bislang nichts bekannt.

Anschließend habe sich ein Zwischenfall im Stadtviertel Vauxhall ereignet, unterdessen wurde die U-Bahnstation Vauxhall allerdings wieder geöffnet. Noch frischer ist die Erinnerung an den Terroranschlag von Manchester vor knapp zwei Wochen, als ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert seine Bombe in einer Menschenmenge zündete und 22 Menschen mit in den Tod riss. Er wurde nahe am Tatort an der London Bridge durch Messerstiche schwer verletzt. Danach tötete er mit einem Messer einen unbewaffneten Polizisten. Der Attentäter war auch damals erschossen worden.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einer "gezielten und feigen Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher. Sie bezeichnete die Attacken als "entsetzlich und tragisch". Unter diesen "schwierigen und traumatischen Umständen" sei sie vor allem der Polizei und den Sicherheitskräften für ihren schnellen Einsatz dankbar, so die Innenministerin. Wegen des Anschlags setzten fast alle Parteien ihren Wahlkampf aus, nur die rechtspopulistische Ukip-Partei schloss sich dem nicht an.

Die britische Premierministerin Theresa May ist von der Polizei über die Vorfälle in London informiert worden, teilte ein Regierungssprecher in der Nacht zum Sonntag mit. May betonte, die vorgezogene Parlamentswahl am Donnerstag werde wie geplant stattfinden.

US-Präsident Donald Trump verurteilte die Terrorattacke scharf und drückte der britischen Regierungschefin telefonisch sein Beileid aus.

Der französische Staatspräsidenten Emmanuel Macron schrieb, Frankreich stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Großbritanniens. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, ihren Freundinnen und Freunden".

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