Polizei bestätigt Zwölf Festnahmen nach Terroranschlag von London

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Mindestens 50 Verletzte werden in fünf Krankenhäusern der Stadt behandelt, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr.

- Das Motiv: Die Polizei spricht von einem Terroranschlag.

Die Attacke hatte am späten Samstagabend auf der London Bridge im Zentrum der Stadt begonnen. Anschließend stachen sie im nahe gelegenen Borough Market mit Messern auf Menschen ein. Dort attackierten die Angreifer Menschen in Bars und Restaurants mit Messern.

Die Täter: Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen.

Mindestens 30 Menschen seien verletzt worden, teilten Rettungskräfte am frühen Morgen auf Twitter mit. Laut dem Chef der Terrorabwehr von Scotland Yard, Mark Rowley, trugen die Männer Sprengstoffattrappen am Körper. Nach offiziellen Angaben kamen 35 Menschen ums Leben, darunter drei der Attentäter. Die türkische Regierung ordnet den Anschlag dem Islamischen Staat zu. Mehr als 300 Personen wurden verletzt. Man dürfe deshalb nicht länger so tun, als könne alles so weitergehen wie bisher. Es gebe "viel zuviel Toleranz für Extremismus in unserem Land". Die Rettungsdienste waren im Großeinsatz, zahlreiche Straßen in der Nähe der Tatorte wurden gesperrt, Polizeihubschrauber kreisten über dem Gebiet. Sie bat die Menschen auch, nicht leichtfertig Videos und Bilder von den Tatorten in Umlauf zu bringen.

Offenbar waren auch Explosionen in der Innenstadt zu hören - es soll sich aber um kontrollierte Sprengungen der Polizei gehandelt haben. Kurz darauf erschießen Beamte die drei mutmaßlichen Täter. Auch zu möglichen Hintermänner wurde nichts bekannt - auch, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

"Die Vorfälle auf der London Bridge und am Borough Market wurden als terroristisch eingestuft", teilte die Polizei der britischen Hauptstadt dann in der Nacht mit. "Wir müssen aufhören, politisch korrekt zu sein und bei der Sicherheit für unser Volk zur Sache kommen", schrieb Trump auf Twitter.

Ein offizielles Bekennerschreiben gibt es nicht.

Die Hintergründe: Premierministerin Theresa May sprach von einem "brutalen Terroranschlag". Seine Solidarität gelte der Londoner Bevölkerung.

Für Bürgermeister Sadiq sind die Angriffe eine "gezielte und feige Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher. Über die Terroristen sagte Khan im Radio BBC 5: "Sie hassen, dass wir am Samstagabend ausgehen".

Die drei jüngsten Anschläge in Großbritannien sind nach Einschätzung von Premierministerin Theresa May nicht direkt miteinander verknüpft. Sie berief eine Krisensitzung ihres Kabinetts ein.

Mays konservative Partei und unter anderem auch auch die oppositionelle Labour-Partei setzten für heute den Wahlkampf aus.

Uhr - Der für den EU-Austritt zuständige Minister David Davis geht davon aus, dass die britischen Unterhauswahlen wie geplant am kommenden Donnerstag stattfinden werden. "Aus Respekt für die Todesopfer und für die Verletzten", wie Corbyn sagte. Am nächsten Donnerstag finden in Großbritannien Parlamentswahlen statt. Eine Verschiebung der Wahl steht derzeit nicht zur Debatte.

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel reagierte am Sonntag bestürzt auf den Anschlag und sicherte Grossbritannien Deutschlands Solidarität zu.

In Großbritannien hat sich erneut ein Terroranschlag ereignet.

US-Präsident Donald Trump verurteilte die Terrorattacke scharf und drückte der britischen Premierministerin May telefonisch sein Beileid ausgedrückt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe angesichts dieser "neuerlichen Tragödie mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs".

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