Newsblog zum Terror in London: "Genug ist genug"

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Vom Notruf bis zur Erschießung der Angreifer vergingen acht Minuten. Menschen sprechen nach der Terrorattacke an einer Absperrung mit einem Polizisten, um zu ihren Unterkünften zurückzufinden. N-TV berichtet über eine Razzia in einem Londoner Vorort. Der zunächst unterbrochene Wahlkampf werde am Montag wieder aufgenommen. Die Wahl am 8. Juni soll wie geplant stattfinden. Premierministerin Theresa May sprach von einer "neuen Form der Bedrohung" und kündigte neue Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf an.

Zunächst war von mehr als 30 Verletzten die Rede gewesen. "Wir können und wir dürfen nicht so tun, als ob alles einfach so weitergehen könnte".

• Das Motiv Zwar trägt der Anschlag die Handschrift islamistischer Terroristen. Es gebe "viel zuviel Toleranz für Extremismus in unserem Land".

Erneut wird Großbritannien von einer Terrorattacke erschüttert. Aus dem Auswärtigen Amt verlautete, es gebe bisher keine Hinweise, dass Deutsche zu Schaden gekommen seien. Sie gehe davon aus, dass kein Verdächtiger mehr auf der Flucht sei. Allerdings müsse dies noch ganz sichergestellt werden. Dennoch fänden weitere Untersuchungen rund um die Tatorte statt.

LONDON - 22. März 2017: Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten.

Ein Taxifahrer sagte der BBC, der weiße Kleintransporter habe auf der London Bridge zahlreiche Passanten umgefahren. "Aus Respekt für die Todesopfer und für die Verletzten", wie Corbyn sagte. Dies sei in Absprache mit den anderen Parteien entschieden worden. Deutschland werde nicht von der Seite Großbritanniens weichen. Es gebe keine Rechtfertigung für die "barbarischen" Attacken. Unter den Verletzten sind nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt auch Deutsche. Innenministerin Amber Rudd bezeichnete die Anschläge als "entsetzlich".

Der Terroranschlag von London ist nach Ansicht des Bürgermeisters der Metropole, Sadiq Khan, ein Angriff auf den westlichen Lebensstil. Die Briten könnten zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen, indem sie am Donnerstag ihre Stimme abgeben. Die Polizeipräsenz in der Hauptstadt wird erhöht. Mindestens 48 Menschen sind in der Nacht mit Verletzungen in insgesamt fünf Krankenhäuser eingeliefert worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich bestürzt. Diese habe sich gegen Menschen gerichtet, die sich mit ihren Freunden und Familien amüsiert hätten.

Der französische Staatspräsidenten Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, Frankreich stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Großbritanniens. 116 Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben des Polizeisprechers wurden bei dem Terrorangriff sechs Menschen getötet.

Polizisten erschossen schließlich drei Angreifer. Die Täter hätten gefälschte Sprengstoffwesten getragen und seien innerhalb von acht Minuten nach dem ersten Notruf ausgeschaltet worden. Sieben Menschen kommen ums Leben, als die Attentäter erst in eine Menschenmenge fahren und dann mit Messern angreifen. Weniger schwer verletzte seien direkt vor Ort behandelt worden.

Nicht sicher ist auch, was genau nach der Lkw-Fahrt in die Menschenmenge auf der London Bridge passierte.

Ein Polizeihubschrauber fliegt über den Bereich um die London Bridge und den Borough Market.

Und auch im Londoner Trendviertel Vauxhall rückten Beamte zu einem Einsatz aus, twitterte die Metropolitan Police.

US-Präsident Trump hat Großbritannien seine Unterstützung zugesagt. Die USA würden Großbritannien beistehen. Sie berief Medienberichten zufolge für Sonntag früh eine Sondersitzung des Cobra-Komitees, des höchsten britischen Sicherheitsgremiums, ein. Die vorübergehend geschlossene U-Bahnstation Vauxhall wurde wieder geöffnet. Er ist gut drei Kilometer von der London Bridge entfernt.

Auf der Brücke soll es nach einer Meldung der BBC gegen drei Uhr in der Nacht eine große Explosion gegeben haben.

Während der Angriffe hatten die Behörden die Bürger über Twitter aufgefordert, zu fliehen, sich zu verstecken und die Polizei zu alarmieren, wenn sie in Gefahr gerieten. Alle drei verdächtigen Männer seien tot, sagte die Londoner Polizeichefin Cressida Dick am Sonntagmorgen.

Uhr: Auch die Polizei wird alarmiert. Demnach handelt es sich um Borough Market in der Nähe der London Bridge.

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