Experten: Deutschland braucht deutlich mehr Organspender

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Mit einem ökumenischen Dankgottesdienst wird heute in Erfurt die zentrale Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Organspende eingeläutet.

Zum "Tag der Organspende" an diesem Samstag fordert die Stiftung Organtransplantation klare gesetzliche Regeln, nach denen Kliniken potenzielle Organspender sofort melden müssen.

Den seit 2012 vorgeschriebenen Transplantationsbeauftragten werde das Amt mitunter aufgebürdet. Sie müssten besser geschult und für die Arbeit freigestellt werden. Ein Problem sei auch, dass die Pauschalen der Krankenkassen die aufwendige Betreuung der Spender im Einzelfall nicht abdeckten. "Das ist der Wertschätzung bei einer Klinikverwaltung nicht gerade zuträglich".

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 3000 Menschen in Deutschland durch Organspenden die Chance auf ein neues Leben geschenkt. 2016 spendeten 56 Menschen nach ihrem Tod Organe für schwer kranke Patienten, ebenso viele wie im Jahr davor. Deutschlandweit warten mehr als 10 000 Patienten dringend auf ein Spenderorgan. "Es muss endlich auch bei uns ein Ruck durch die Gesellschaft, die Klinikbetriebe und die Politik gehen", sagte Rahmel. Von den mehr als 50.000 Dialysepatienten zum Beispiel seien nicht einmal 8.000 auf der Liste registriert.

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