Fußball: Randale bei Relegation Braunschweig vs Wolfsburg

Einstellen Kommentar Drucken

Der Tabellen-16. der abgelaufenen Spielzeit setzte sich gestern im Rückspiel der Relegation gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig auswärts knapp durch.

Der Matchball am Montag nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel wurde aber genutzt. Daniel Didavi und Christian Träsch waren die ersten Opfer der harten Gangart, in der zehnten Minuten sah Maximilian Sauer bereits verdient die gelbe Karte.

Wer spielt nächste Saison erstklassig - Braunschweig oder Wolfsburg? Überschattet wurde das Spiel von einem Böllerwurf, durch den ein Ordner verletzt wurde. Der mit dem VfB Stuttgart abgestiegene Spielmacher, der nicht plant, aus seinem lukrativen Fünfjahresvertrag auszusteigen, um zum HSV zu flüchten ("da ist gar nix dran"), empfahl, mehr Profis zu holen, "die noch nicht viel erreicht haben".

"Da mischt sich etwas unter, was nicht unbedingt auf den Platz gehört", sagte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht zu den unschönen Begleiterscheinungen.

Der erste gefährliche Angriff folgte nach 13 Minuten. Der Schwede brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, VfL-Torhüter Koen Casteels war daher nicht ernsthaft gefordert. Doch Gomez wollte sich die Laune nicht lange verderben lassen, Wolfsburg bleibt erstklassig, "eine Erlösung", sagte der beste Mann des Teams.

Die Aktion schien die Eintracht aber zu beflügeln, die Gäste zogen sich mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück.

Gustav Valsvik (25.) und Ken Reichel (41.) hatten weitere Topchancen zur Braunschweiger Führung, doch die Coolness im Abschluss fehlte. Aber auch der Ex-Wolfsburger konnte den Ausfall von Domi Kumbela (Oberschenkelprobleme) nicht kompensieren.

Andries Jonker bleibt nach dem geglückten Klassenerhalt Trainer des VfL. Darauf habe er sich mit den Klub-Verantwortlichen verständigt. Der 25 Jahre alte Breitkreuz spielt Innenverteidiger und erhielt einen Vertrag bis 2020. Mittelfeldspieler Samson ist 21 Jahre alt und unterschrieb bis 2019. Abwehrspieler Nkansah (21) bekam in Braunschweig einen Kontrakt bis 2020. Doch ein Weitschuss-Treffer von Vieirinha kurz nach der Pause beendete vor 23 000 Zuschauern den Sturmlauf und zugleich alle Braunschweiger Hoffnungen.

Hier können Sie den Spielverlauf im Ticker nachlesen.

Comments