Deutschland und Frankreich verhindern angeblich Nato-Gipfel in der Türkei

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Deutschland und Frankreich haben nach einem Bericht verhindert, dass der nächste Nato-Gipfel in der Türkei stattfindet. Yücel wurde aufgrund seiner kritischen Berichte und Fragen vom türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan persönlich als "Vertreter der PKK" bezeichnet.

Das berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf ranghohe Nato-Diplomaten.

Mehrere Nato-Länder lehnten sein Angebot ab. Zum Beispiel verweigert die Türkei deutschen ParlamentarierInnen den Besuch der deutschen Soldaten in Incirlik und hat auch eine weitere ParlamentaarierInnendelegation, die nicht nach Incirlik wollte, kurzfristig ausgeladen. Es solle der Eindruck vermieden werden, "dass die Nato die interne Politik der türkischen Regierung unterstützt", hieß es demnach weiter. Stattdessen forderten die betreffenden Staaten, das Treffen im neuen Hauptquartier in Brüssel auszurichten. Ein formaler Beschluss, in dem die belgische Hauptstadt als Austragungsort festgelegt wird, soll auf dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister Ende Juni fallen.

Hintergrund der Entscheidung gegen Istanbul sind eine ganze Reihe von Streitpunkten zwischen dem türkischen Staatschef und vor allem den europäischen Mitgliedern der Allianz. Berlin und Ankara tragen derzeit einen offenen Konflikt um das Besuchsrecht von Bundestagsabgeordneten bei deutschen Soldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik aus.

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