US-Präsident Trump bat FBI-Chef um Ende der Flynn-Ermittlungen

Einstellen Kommentar Drucken

Neue Wende in der Affäre um den mutmaßlichen Geheimnisverrat von US-Präsident Donald Trump: Der russische Präsident Wladimir Putinerklärte sich am Mittwoch bereit, den genauen Inhalt des umstrittenen Gesprächs zwischen Trump und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu veröffentlichen. Putin sagte, er werde dem US-Kongress die Tonaufnahme aushändigen, wenn die US-Regierung einverstanden sei. Außerdem wolle er, dass Russland seinen Kampf gegen den IS und den Terrorismus verstärke. Gülen, der seit 1999 im selbstgewählten Asyl in den USA lebt, hält den Putschversuch für von Erdogan vorgetäuscht, im Regierungskritiker mundtot zu machen. In dieser prekären Situation meldete sich jetzt der Kremlchef zu Wort, um dem angeschlagenen US-Präsidenten unter die Arme zu greifen.

"Das Problem sind weniger die Informationen, sondern die sensiblen Quellen, in die teilweise jahrelang investiert wurde", sagte ein nicht namentlich genannter Geheimdienstmitarbeiter der Zeitung. Trump habe den Russen "mehr Informationen gegeben als wir mit unseren eigenen Verbündeten geteilt haben", zitierte die Zeitung einen Regierungsvertreter. Dabei habe es sich konkret um die IS-Dschihadisten und die Gefahr von Anschlägen mit Hilfe von Laptops an Bord von Flugzeugen gehandelt.

Der russische Präsident bietet ironisch an, Aufzeichnungen zum skandalumwitterten Gespräch zwischen Trump und Russlands Aussenminister nach Washington zu übermitteln. Die Informationen stammten aus Israel, sagte er. Trump hatte im Wahlkampf allerdings seiner Gegnerin Hillary Clinton vorgeworfen, durch die Nutzung eines privaten E-Mail-Servers in ihrer Zeit als Aussenministerin vertrauliche Informationen verbreitet und damit ein schweres Verbrechen begangen zu haben.

US-Präsident Donald Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben bei ihrem ersten Treffen versucht, Einigkeit zu demonstrieren. Das US-Präsidialamt hatte entsprechende Berichte zunächst zurückgewiesen.

Die Informationen sollen laut "Washington Post "dagegen derart sensibel gewesen sein, dass deren Verbreitung selbst innerhalb der US-Regierung "strikt begrenzt "worden sei".

Man werde sicherstellen, dass diese Gruppen keine sicheren Zufluchtsorte hätten, sagte Trump. Nach Recherchen von US-Medien stammen sie aus einem nahöstlichen Land, mit dem Washington geheimdienstliche Erkenntnisse austauscht. Er habe Russland Informationen zu Terrorismus und zur Sicherheit des Flugverkehrs weitergeben wollen und dies bei einem Treffen im Weißen Haus auch getan, erklärte Trump.

Israelische Geheimdienstexperten äußerten sich derweil besorgt, dass die Preisgabe geheimer Informationen durch Trump eine wichtige Quelle verbrannt haben könnte. "Das Weiße Haus muss etwas tun, um sich selber unter Kontrolle zu bringen". Das gehe aus einem Memorandum hervor, das Comey direkt nach einem Treffen mit Trump angefertigt habe. Demnach soll er nur einen Tag nach dem Rücktritt seines Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn den mittlerweile von ihm entlassenen Chef der Bundespolizei, James Comey, um eine Einstellung der Ermittlungen gegen Flynn gebeten haben.

Comments