International - Trump besucht Israel und die Palästinensergebiete

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"Vertreibt sie aus Euren Gesellschaften!" Er sagte, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001 vom "engstirnigen Hass einer kleinen Gruppe" ausgingen und nichts mit dem tiefen Glauben einer Milliarde Menschen gemein hätten. Donald Trump, der Mann, der eben noch die Einreise "aller Muslime" unterbinden wollte und die Ansicht vertrat, der Islam hasse Amerika.

Der US-Präsident rief die Teilnehmer des US-islamischen Gipfels in Riad auf, ernsthaft gegen die "Krise des islamistischen Extremismus" vorzugehen. Dafür solle ein "Terror-Finanzierungs-Abwehr-Zentrum" eingerichtet werden.

Der US-Präsident sagte, er strebe ein breites Bündnis an, dessen Ziel die Ausrottung des Extremismus sei.

Das Trump-Team hat damit nach Einschätzung der "New York Times" klargemacht, dass es bereit sei, Unterdrückung in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten öffentlich zu übersehen, solange diese Staaten Verbündete seien - auf Gebieten, die für Trump besonders zählten wie Sicherheit und Wirtschaft. Dies gelte vom Libanon über den Irak bis hin zum Jemen. Auf saudischer Seite ist der Herr über das Event der Königssohn, Verteidigungsminister und Vizekronprinz - um nur seine wichtigsten Funktionen zu nennen - Mohammed bin Salman. Damit, dass Politik eine Familienangelegenheit sein soll, hat Saudi-Arabien, das ja nach einer Familie heißt, naturgemäß am allerwenigsten Probleme.

Aus Deutschland kam Kritik an Trump. "Jede Nation hat die absolute Pflicht, sicherzustellen, dass Terroristen auf ihrem Land keinen Unterschlupf finden", sagte er. Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse sei "keine politische Kategorie". Beide Länder habne sich auf ein Waffengeschäft mit einem Volumen über 110 Milliarden Dollar geeinigt.

Menschenrechtsgruppen in den USA kritisierten die Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien, das seit mehr als zwei Jahren Luftangriffe gegen vom Iran unterstützte Rebellen im Jemen fliegt. Dabei wurden zahlreiche Zivilisten getötet.

Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Omid Nouripour, sagte dem Blatt, Trump habe mit seinem milliardenschweren Rüstungsabkommen mit Saudi-Arabien zudem ein "massives Signal der Eskalation" gegeben. Er nahm eine Einladung des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi an, das Land am Nil bald zu besuchen.

Der US-Präsident wird vom stellvertretenden saudi-arabischen Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman begrüßt. Der Iran solle "mit der Finanzierung, der Ausbildung und der Ausrüstung von Terroristen und Milizen" umgehend aufhören, sagte Trump am Montag in einer kurzen Stellungnahme im Beisein von Israels Präsident Reuven Rivlin.

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