Terrorismus Explosionen Großbritannien: Medien: Attentäter identifiziert - In Manchester geboren

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Die Polizei und Premierministerin May gehen von einem Terrorakt aus. Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) feierte den Selbstmordanschlag über Twitter. Eine Achtjährige starb. Der IS erklärte, ein "Soldat" der Terrormiliz habe eine Bombe platzieren können.

Mögliche Komplizen: Am Dienstagmittag nahm die Polizei im Süden Manchesters einen 23-Jährigen fest. Wie sie mitteilte, wurde der junge Mann in einem südlichen Viertel der Stadt in Gewahrsam genommen. Das berichtet ein Reuters-Augenzeuge. Die Polizei bestätigte außerdem eine von Beamten kontrollierte Explosion in einer Wohngegend in Manchester Fallowfield. Dieser sei besonders widerwärtig und feige, da er auf viele unschuldige, wehrlose Kinder und Jugendliche abgezielt habe.

Der Attentäter habe am Ende des Konzerts einen selbstgebauten Sprengsatz hochgehen lassen, sagte May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London: "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten". Das ganze Land halte zu den Menschen in Manchester und gedenke der Toten und Verletzten. Auch in London wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv erhöht.

Das Konzert in der Arena war ausverkauft, die Kapazität der Halle beträgt 21.000 Menschen, mindestens 18.000 Personen sollen anwesend gewesen sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach dem Bombenanschlag in Manchester entsetzt geäußert. "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen". Insgesamt gingen 240 Anrufe bei der Polizei ein.

In unserem Liveblog berichten wir ständig aktuell über die Ereignisse in Manchester. Die Polizei sperrt das Gebiet ab und überprüft ein verdächtiges Paket in der Nähe des Busbahnhofs.

Am Rande eines Popkonzerts der US-Sängerin Ariana Grande ist es im britischen Manchester am Montagabend zu einer Explosion gekommen. Die beiden hätten keine Taschen dabei gehabt, aber die Kontrollen von Rucksäcken kam ihnen oberflächlich vor.

Nach dem Anschlag in Manchester | Bild
Bewaffnete Patrouille

Auch die Prinzen William und Harry haben nach dem Attentat ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht.

- "Der Präsident der Republik wird mit der britischen Regierung und den britischen Truppen den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen". Macron will zudem mit Premierministern Theresa May wegen des Anschlags telefonieren.

Innenminister Thomas de Maizière gab bekannt: "Der fürchterliche Anschlag von Manchester erfüllt mich mit tiefer Trauer". Die Zahl der Todesopfer stieg auf 22. Die Polizei meldete zunächst einen Vorfall im Foyer der Multifunktionshalle, die Betreiber sagen, es sei "draussen vor dem Veranstaltungsort" passiert.

Manchester hatte zuletzt in den Jahren 1992 und 1996 Anschläge erlebt, damals von der IRA.

Viele der 59 Verletzten in Manchester wurden schwer verletzt und waren am Dienstag teils noch in Lebensgefahr. Darauf habe er sich mit May verständigt, teilte der Oppositionsführer mit.

Unmittelbar nach der Explosion soll es einen Augenblick der Stille gegeben haben - dann brach Panik aus. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat haben den Anschlag im Internet gefeiert. Bislang hat sich niemand zu dem Vorfall bekannt. Der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, sagte einen Wahlkampfauftritt in Gibraltar ab, die Schottische Nationalpartei SNP verschob die für Dienstag geplante Vorstellung ihres Wahlprogramms.

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