Neuer Streit um Schuldenerlass beim Griechenland-Poker

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Nach mehr als acht Stunden beendeten die Euro-Finanzminister ihre Beratungen über weitere Hilfszahlungen an das hoch verschuldete Land und Schuldenerleichterungen, wie Diplomaten zudem mitteilten. Der IWF bezweifelt, dass Griechenlands Schuldenlast auf Dauer erträglich ist und fordert deshalb Schuldenerleichterungen.

Griechenland steht daher wieder einmal unter Druck, weil die Regierung im Juli Schulden in Höhe von gut sechs Milliarden Euro zurückzahlen muss. Es sei Zeit für den IWF, "an Bord zu kommen", hatte Dijsselbloem vor Beginn der Sitzung gemahnt.

Griechenland und die Finanzminister der Eurozone haben sich nicht auf die Auszahlung neuer Milliardenhilfen oder auf Schuldenerleichterungen einigen können. Dann solle auch feststehen, ob sich der Internationale Währungsfonds an dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm beteiligt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollte darüber aber frühestens 2018 entscheiden, wenn das Hilfsprogramm ausläuft. Der Bundestag habe ihm auch kein Mandat dafür gegeben, Schuldenerleichterungen zuzustimmen, sagte er. Er hoffe das dies innerhalb der nächsten drei Wochen möglich sei sagte EU-Wirtschaftskommissar Moscovici und sprach von einem laufenden Arbeitsprozess. Ob die einzelnen Tranchen ausgezahlt werden, hängt unter anderem vom Fortschritt der Reformen ab, zu denen sich Athen im Gegenzug verpflichtet hat.

Die Verhandlungen um weitere Hilfskredite für Griechenland ziehen sich in die Länge. So sollen unter anderem die Pensionen ab dem 1. Januar 2019 um bis zu 18 Prozent gekürzt werden.

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