Manchester-Anschlag: Was wir wissen - und was nicht

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Ein Attentäter hat bei einem Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen, darunter auch Kinder. Er wolle aber zunächst keine weiteren Angaben machen, sagte der Polizeipräsident von Manchester, Ian Hopkins, am Dienstag. Der Angriff war demnach ein Anschlag. In Fallowfield sei es in diesem Zusammenhang zu einer "kontrollierten Explosion" gekommen. Er habe einen Sprengsatz am Körper getragen.

May kündigte für den Nachmittag eine weitere Krisensitzung ihres Kabinetts mit Sicherheitsberatern an.

Die Explosion hatte sich im Foyer der Konzerthalle ereignet, die bis zu 21.000 Besucher fasst. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit.

Die Explosion bei dem Ariana-Grande-Konzert löste weltweit Betroffenheit aus. Der Zugverkehr zum Victoria-Bahnhof, der unter der Halle liegt, wurde vorübergehend eingestellt. Eine Konzertbesucherin berichtete der 'BBC', sie sei von Polizisten aufgefordert worden wegzurennen, nachdem sie die Halle verlassen habe.

Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum ausserhalb der eigentlichen Konzerthalle.

Polizisten haben die Innenstadt der nordenglischen Metropole Manchester abgeriegelt. Viele der Verletzten sind May zufolge schwer verletzt und schweben teils noch in Lebensgefahr, darunter Kinder und Jugendliche. Bewohner boten Konzertbesuchern Obdach und teilten Angehörigen mit, wo gestrandete Musikfans untergebracht worden waren. Die Spekulationen über die Ursachen reichten von einem Terroranschlag bis hin zu geplatzten Gasballons.

Ariana Grande tourt gerade mit ihrer "Dangerous Woman"-Tour durch Europa". Sie schrieb: "Gebrochen. Es tut mir aus tiefstem Herzen leid".

Um die Mittagszeit bestätigte die Polizei dann, dass sie einen 23-jährigen Mann in Südmanchester festgenommen habe. 'Die Polizei und die Geheimdienste glauben, dass sie seine Identität kennen, aber sie können seinen Namen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bestätigen', sagte Premierministerin May. Auch der oppositionelle Labour-Chef Jeremy Corbyn zeigte sich bestürzt. Die 23-jährige Sängerin selbst blieb nach Angaben eines Sprechers unverletzt.

Popsängerin Taylor Swift, die mit Grande befreundet ist, schrieb auf Twitter: "Meine Gedanken, Gebete und Tränen sind für alle, die von der Tragödie in Manchester heute Abend betroffen sind. Herzzerreißend." Die US-Rapperin Missy Elliott meinte: "Ich weiß, dass das für jeden schwierig und herzzerreißend ist".

In der Fußgängerzone von Manchester gab es am Dienstagvormittag einen zweiten Moment des Schreckens. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) postete auf Facebook: "Die Nachrichten aus Manchester sind furchtbar und erschütternd". Auch Lokalrivale Manchester City kondolierte den Familien der Opfer. Neben der vielen Solidaritätsbekundungen, werden die Sozialen Medien auch genutzt, um Angehörige zu finden.

Laut Polizei soll es sich bei dem Attentäter um den 22 Jahre alten Salman Abedi handeln. Sogar der Twitter-Account Missing Manchester wurde inzwischen eingerichtet. "Einer unserer Soldaten des Kalifats konnte einen Sprengsatz inmitten einer Ansammlung von Kreuzfahrern in Manchester platzieren", heißt es in der Erklärung unter Anspielung auf die historischen Kreuzzüge.13.15 Uhr - Königin Elizabeth II. äußert sich zu dem Selbstmordanschlag in Manchester: Die ganze Nation sei über die vielen getöteten und verletzten Menschen schockiert, sagt die Monarchin.

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