Kritik aus Israel an Waffendeal zwischen USA und Saudi-Arabien

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Die Mehrheit der arabischen Staatschefs hat positiv auf Trumps Wahl zum US-Präsidenten reagiert.

Dass die Fettnäpfchen auf Trump und sein Team in Israel nur so warten, sei absehbar, wie Medien schreiben.

Trump will sich bei seinem Besuch in Israel und den Palästinensergebieten für einen Neustart von Friedensgesprächen einsetzen. In seiner ersten außenpolitischen Rede betonte Trump zugleich, dass 90 Prozent der Terroropfer Muslime seien. Der neue US-Präsident glaubt, dafür eine Lösung gefunden zu haben. Zudem solle der Allenby-Grenzübergang zu Jordanien rund um die Uhr geöffnet werden.

Saudi-Arabien und andere Golfstaaten sahen sich in der Vergangenheit der Kritik ausgesetzt, dass aus ihren Ländern Terrorgruppen wie der Islamische Staat (IS) finanziert werden.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben 100 Millionen Dollar (88,9 Millionen Euro) für einen von Ivanka Trump unterstützten Frauen-Businessfonds zugesagt. "Im Nahen Osten sind Christen verfolgt, aber hier in Israel haben wir eine grosse christliche Gemeinschaft".

Der US-Präsident nutzte seine Rede in Riad auch für eine Botschaft an das Publikum daheim. Sie führt ihn bis zum Wochenende auch nach Europa. Weitere Stationen sind der Vatikan, wo er von Papst Franziskus empfangen wird, der Nato-Gipfel in Brüssel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf Sizilien. Bereits da sprach der US-Außenminister Rex Tillerson von "Palästina", obwohl die USA den Staat nicht anerkennen und korrekterweise von den "palästinensischen Gebieten" reden müssten. In Anspielung auf den Holocaust sagte er: "Ich bekräftige, dass wir eine Wiederholung der Schrecken des letzten Jahrhunderts nicht zulassen werden".

Riad. US-Präsident Donald Trump hat sich den islamischen Staaten als Freund und Partner im Kampf gegen den Terrorismus angeboten. Auf dem Programm stehen unter anderem auch Besuche der Klagemauer und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. König Salman fährt extra zum Flughafen, eine Ehre, die er Vorgänger Barack Obama verwehrte. Davor hatte Obama Israel zuletzt offiziell im März 2013 zum ersten Mal besucht. Dazu zählen Rüstungsabkommen zwischen beiden Ländern im Wert von fast 110 Milliarden US-Dollar - dies gilt als einer der grössten Rüstungsdeals in der Geschichte der USA. Einmal mehr ging es dabei, etwa mit Katar, auch um Waffengeschäfte. "Das ist eine Sache, die uns wirklich beunruhigen sollte", sagte Energieminister Juval Steinitz, wie seine Sprecherin am Montag bestätigte. Gemeinsam mit Saudi-Arabien gegen dessen Erzfeind und größten Rivalen in der Region, Iran. Es müsse gewährleistet sein, dass Israel seinen militärischen Vorsprung beibehalte. Ausserdem würden die Möglichkeiten der Saudis ausgebaut, Langstreckenraketen abzufangen, die Israel besitzen soll. Immer wieder wird hervorgehoben, dass Trump gleich auf seiner ersten Auslandsreise als Präsident nach Israel kommt. Der Sprecher der israelischen Flughafenbehörde sagte, soweit er wisse, sei noch nie ein Direktflug aus Saudiarabien in Israel gelandet.

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