Nordkorea warnt - USA wohl in Reichweite für Atom-Raketen

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Das US-Festland und das US-Einsatzgebiet im Pazifik seien in Reichweite für Angriffe.

Südkoreas Regierung reagierte daher jetzt auf den Raketentest besonders enttäuscht. Nun warnte er allerdings, ein Dialog sei nur möglich, wenn "Nordkorea seine Einstellung ändert".

Nach Angaben des japanischen Militärs startete die Rakete von einem Gelände in der Region Kusong, die nordwestlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang liegt. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos, das den Start ebenfalls bestätigte, stürzte der Flugkörper ins Meer zwischen Südkorea und Japan.

Moon hatte während des Wahlkampfs erklärt, an die aktive Annäherungspolitik zu Nordkorea unter den früheren liberalen Präsidenten anknüpfen zu wollen. US-Präsident Donald Trump rief die Staatengemeinschaft zu einer entschlossenen Reaktion auf. Nach zwei Atom- und zahlreichen Raketentests Nordkoreas ist die Lage seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. Nach Einschätzung von Experten hat Nordkorea bei der Raketenreichweite offenbar Fortschritte erzielt. Am Dienstag kommt der UN-Sicherheitsrat zu dem Thema zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Anfang Mai hatten die USA ihr Raketenabwehrsystem in Südkorea in Betrieb genommen.

Das Weiße Haus erklärte am Samstag, Pjöngyangs jüngste Provokation solle allen Ländern als Aufforderung dienen, "viel stärkere Sanktionen gegen Nordkorea in Kraft zu setzen". Der Test folgte auf die Wahl des neuen südkoreanischen Präsidenten, der den erneuten Dialog mit Nordkorea sucht. Wegen der wiederholten Raketen- und Atomwaffentests, mit denen Nordkorea den Westen provozierte, wendet sich aber auch Peking zunehmend von Pjöngjang ab. Das Geschoss sei nach 787 Kilometern planmäßig im Meer gelandet, hieß es weiter.

Die südkoreanische Regierung betonte, dass Nordkoreas Raketentest einen eindeutigen Verstoß gegen relevante Resolutionen des Weltsicherheitsrats und eine ernsthafte Herausforderung für Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel sowie in der Welt darstelle. Bisher haben aber auch Gesprächsangebote nichts an Nordkoreas Haltung geändert.

Nordkoreas jüngster Raketentest hat im Ausland erneut große Empörung ausgelöst. Staatschef Kim Jong Un habe den Abschuss der Rakete persönlich überwacht. Zuletzt hatten aber sowohl Pjöngjang als auch Washington Gesprächsbereitschaft signalisiert. Auch ein Treffen mit Moon schloss sie nicht aus.

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