Portugal: Salvador Sobral: Der Mann der leisen Töne

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Mai 2017, ging in der ukrainischen Hauptstadt Kiew der 62. Eurovision Song Contest unter dem Motto "Celebrate Diversity" mit einem klaren Sieg an Portugal. Umso eindeutiger fiel nun der Triumph mit 758 Punkten aus. In den vergangenen beiden Jahren war Deutschland jeweils Letzter geworden.

Drei Jury-Punkte gibt es aus Irland, von den Zuschauern nochmal so viele. "Natürlich ist es schon wichtig, bei den Leuten anzukommen". Moderatorin Barbara Schöneberger bringt es trotzig auf den Punkt: "Ich weiß auch nicht, was wir noch machen sollen". Er arbeitet hier auch eng mit seiner Schwester zusammen, die ebenfalls Jazz-Musikerin ist: Luísa Sobral. Der 27-Jährige sagte, er wolle nicht als Sieger, sondern als Musiker bekannt werden. Italien: Francesco Gabbani 7.

Auf Platz zwei schaffte es Bulgarien. Moldau landete überraschend auf dem dritten Platz mit 374 Punkten.

Ruhig und gelassen geht der introvertierte Sieger des Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew auf die Bühne. Eher ungläubig blickt der Portugiese in die Kamera.

Im vergangenen Jahr hatte die Kandidatin Jamala mit ‹1944› - einem Lied über das Schicksal der Krimtataren - gewonnen und so den ESC in die Ukraine geholt. Der russischen Kandidatin Julia Samoilowa wurde wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise in die Ukraine verwehrt. Nach erfolglosen Vermittlungsbemühungen durch die European Broadcasting Union (EBU) zog sich Russland schließlich für heuer vom Bewerb zurück. Nach neuer Gewalt in der Ostukraine sagte Präsident Petro Poroschenko seinen Besuch beim Finale ab. Die EBU kündigte jedenfalls an, vermutlich im Juni über mögliche Sanktionen gegen die beiden Streithähne wegen Verstoßes gegen die Statuten zu beraten, die bis zu einer Sperre reichen können.

Salvador Sobral kam 1989 in Lissabon zur Welt.

Indes rechnet Israel mit einem Verbleib im ESC. Ein Moderator der alten Rundfunkanstalt IBA hatte für Aufregung gesorgt, als er bei Mitteilung der Punktevergabe live verkündete, nach 44 Jahren israelischer Teilnahme an dem Wettbewerb sei es das letzte Mal. Ob 30 Millionen Euro ein zu hoher Preis für ein Land mitten in schwerer wirtschaftlichen Krise ist, ist eine andere Frage. Der diesjährige israelische Teilnehmer Imri Ziv trat mit "I Feel Alive" zwar als Erster auf, landete jedoch nur auf Platz 23 von insgesamt 26.

Moskau und Kiew nutzen den Song Contest, um einen politischen Konflikt auszutragen. Der Marktanteil betrug 31,5 Prozent.

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