Trump lobt Annäherung zwischen Golfstaaten und Israel

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"Dies ist ein unglaublicher Tag für die Welt", hatte Trump kurz vor der Unterzeichnung gesagt.

Neben Jordanien und Ägypten werden mit den VAE und Bahrain bereits vier arabische Länder diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten, was die Palästinenser noch mehr in die Arme des Iran treiben dürfte. "Nach Jahrzehnten der Teilung und des Konflikts begehen wir den Beginn eines neuen Nahen Ostens", sagte Trump heute im Garten des Weißen Hauses kurz vor der Unterzeichnung von Abkommen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den VAE und Bahrain mit Israel.

Hintergrund: Der US-Präsident hatte sich zuletzt für die Annäherung zwischen Israel und den VAE sowie Bahrain eingesetzt. "Der Frieden, den wir heute schließen, wird andauern", so Netanjahu.

Trump hatte bei der Annäherung vermittelt. Er sagte vor der Zeremonie bei einem Treffen mit Netanyahu, Gespräche mit fünf weiteren Ländern über ähnliche Schritte seien weit fortgeschritten.

Dabei verwies das Weiße Haus auf die historische Bedeutung des Abkommens. Am Freitag verkündete Trump, Bahrain werde sich den VAE anschließen. Der israelische Regierungschef entgegnete, Trump besitze den Schlüssel für die Herzen der Israelis. Im Gegenzug für die Einigung will Israel die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen.

Die VAE und Israel hatten die Normalisierung ihrer Beziehungen überraschend Mitte August beschlossen.

Während der Annäherungsfeier in Washington wurden nach Angaben des israelischen Militärs zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Das Abwehrsystem "Iron Dome" habe eine Rakete abgefangen, teilte die Armee am Dienstagabend mit.

Medienberichten zufolge wurden in der Stadt Aschdod zwei Menschen verletzt. Beide Personen seien durch Glassplitter verletzt worden.

Der Raketenalarm wurde zeitgleich zum Ende der Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ausgelöst.

Die Palästinenserführung nannte die Annäherung einen "Verrat an Jerusalem, der Al-Aksa-Moschee und der palästinensischen Sache".

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