Autoemissionen sollen drastisch sinken — EU-Klimaziel

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Verschärfung geplant: EU will strengere CO2-Regeln für Neuwagen - Wie aus einem Medienbericht hervorgeht, erwägt die EU-Kommission, ihre Einsparvorgaben für den Schadstoffausstoß von Neuwagen zu verschärfen. Zum anvisierten 55-Prozent-Ziel hat die Kommission eine Machbarkeitsstudie erstellt, einschließlich Zahlen für den Autoverkehr.

Demnach werde in dieser Woche ein Papier zur Verschärfung der Klimaschutzpläne vorgestellt, aus dem unter anderem auch der verringerte CO2-Ausstoß hervorgehe.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will den Vorschlag für ein neues Klimaziel am nächsten Mittwoch offiziell vorstellen. Beschlossen ist bisher, dass Neuwagen 2030 um 37,5 Prozent weniger CO2 ausstoßen dürfen als 2021.

Der Verband der Automobilindustrie wies die Pläne zurück. Diese erforderten bereits enorme Investitionen. Dies würde die Autoindustrie in Europa überfordern und zusätzlich Arbeitsplätze gefährden, argumentiert der VDA. Bei einem erhöhten Klimaziel müssten alle mitwirken, sagte sie ebenfalls den Funke-Zeitungen.

Altmaier am Freitag in Berlin: "Ich bin der Auffassung, dass wir Klimaschutz als die zentrale und vorrangige Aufgabe unserer Generation begreifen und entsprechend handeln müssen". "Mit den zahlreichen und sehr umfassenden Fördermaßnahmen zur Elektromobilität, die wir als Bundesregierung jetzt bereitstellen, kann das auch gelingen". Sie steht mitten im schwierigen Wandel hin zu alternativen Antrieben. Vor allem mittelständische Zulieferer hängen noch am Verbrennungsmotor, der mit immer schärferen Klimazielen noch schneller verdrängt würde. Sie leiden zudem unter der Absatzflaute in der Corona-Pandemie.

Umweltschützer drängen die EU-Kommission jedoch zu noch ambitionierteren Zielen. Wichtig sei darüber hinaus, dass die Angaben zum Kraftstoffverbrauch - anders als bisher - der Realität entsprächen und nicht geschönt würden.

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