Anzeichen für Leben auf der Venus entdeckt

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Die Entdeckung von Phosphingas versetzt Astronomen in Aufregung: Der Fund dieses Gases, das mit lebenden Organismen in Verbindung gebracht wird, sei die "bislang bedeutendste Entwicklung bei der Suche nach Belegen für Leben außerhalb der Erde", erklärte der Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jim Bridenstine, am Montag.

Allerdings schließen die Forscher die Möglichkeit nicht aus, dass es Leben auf der Venus geben könnte. Die Venus zähle daher zu den möglichen Zielen der nächsten Nasa-Missionen und der europäischen Mission EnVision, an der sich die Nasa als Partner beteiligt. Auf der Erde geht das leicht entflammbare Gas, das sich aus einem Phosphor- und drei Wasserstoffatomen zusammensetzt, auf Aktivitäten von Mikroben oder des Menschen zurück.

Die Wissenschaftler hatten die Wolken über der Venus mit Teleskopen erforscht, die im US-Bundesstaat Hawaii und in der Atacama-Wüste in Chile postiert sind.

Dies sei allerdings kein Beweis für eine biologische Quelle auf unserem Nachbarplaneten, schreibt das Team um Jane Greaves von der Universität Cardiff im Fachblatt "Nature Astronomy". Dabei entdeckten sie Spektrallinien, die nur bei Monophosphan vorkommen. Sie muss also regelmäßig neu entstehen, um die gemessene Konzentration von rund 20 Teilen in einer Milliarde Teilen Atmosphäre (parts per billion, ppb) zu erklären.

"Wir behaupten nicht, dass wir Leben auf der Venus gefunden haben", sagte Ko-Autorin Sara Seager vom Massachusetts Institute of Technology bei der Pressekonferenz. "Wir haben das Gas Monophosphan detektiert, dessen Herkunft ein Geheimnis ist". Wie das Monophosphan auf der Venus entstanden sein könnte, ist unklar.

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