Microsofts Angebot für US-Geschäft von TikTok abgelehnt

Einstellen Kommentar Drucken

Microsoft ist mit dem Versuch gescheitert, das US-Geschäft der populären Video-App Tiktok zu übernehmen. Dabei solle es aber nicht um einen direkten Verkauf, sondern um eine Technologie-Partnerschaft gehen. "Wir werden Tiktok entweder in diesem Land aus Sicherheitsgründen dichtmachen oder es wird verkauft", sagte Trump am Donnerstag in Washington. Eine Fristverlängerung für Tiktok werde es nicht geben. Das Angebot sei vom chinesischen Tiktok-Eigentümer Bytedance abgelehnt worden, teilte Microsoft in der Nacht auf Montag mit.

Der US-Präsident begründet sein Vorgehen mit einer angeblichen Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Bytedance und Tiktok.

Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance. Software von Tiktok fällt unter diese Beschreibung.

Bereits seit mehreren Wochen verhandelt der Software-Riese Microsoft über eine Übernahme des Tiktok-Geschäfts in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien.

Eine mögliche Rolle für Oracle könnte sein, die Daten amerikanischer Tiktok-Nutzer zu speichern. Ohne einen Deal droht Tiktok damit das Aus in den USA.

Mitte November soll ein weiterer Trump-Erlass in Kraft treten, laut dem sich Bytedance von allen Daten von Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Tiktok weist die Vorwürfe zurück und betont unter anderem, dass Daten amerikanischer Nutzer nicht nach China übermittelt würden.

Oracle hat keine Erfahrung mit sozialen Medien - ist aber ein Anbieter von Cloud-Diensten und ist zum Beispiel einer der Dienstleister des Videokonferenz-Dienstes Zoom. Auch die "New York Times" und der Finanzdienst Bloomberg schrieben, dass Oracle als Technologie-Partner auftreten solle. Das Weiße Haus lehnte einen Kommentar ab.

Comments