Beirut: Deutsche Diplomatin bei Explosion getötet

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Das Ausmaß der Zerstörung zeigt ein Video, das mit einer Drohne aufgenommen wurde (oben). Die Bundeswehr begann einen größer angelegten Hilfseinsatz.

Rettungshelfer suchen zwei Tage nach der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut weiter nach Überlebenden. Auch eine deutsche Diplomatin wurde getötet.

"Unsere schlimmste Befürchtung hat sich bestätigt".

Er habe den Angehörigen und der Belegschaft der Botschaft Beirut im Namen der gesamten Bundesregierung sein Beileid ausgesprochen. Mehr als 150 Menschenw aren bei der Katastrophe am Dienstag ums Leben gekommen, rund 5.000 Menschen wurden verletzt. Sie sollen in den vergangenen Jahren für die Lagerung und Bewachung der großen Mengen Ammoniumnitrat zuständig gewesen seien, die bei dem Vorfall möglicherweise explodierten. Es wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. 300.000 Menschen sollen obdachlos geworden sein.

Die Betroffenen der Explosion von Beirut fordern Antworten: Was war der Auslöser?

Der parlamentarische Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Niels Annen, unterrichtete die Fachleute im Bundestag in einem Schreiben über die Folgen der Explosion.

Anwohner beseitigen den Schutt und die Trümmer, welche die zerstörerische Explosion hinterlassen hat.

Dieses Gebäude werde nun "für das akute Krisenmanagement" genutzt. Auch das Goethe-Institut in Beirut wurde schwer beschädigt.

Die genaue Ursache der Detonation ist noch unklar.

"Als Republik Türkei werden wir weiterhin brüderlich an der Seite des Libanon stehen", sagte Botschafter Hakan Cakil gegenüber Hürriyet.

US-Präsident Donald Trump hat derweil seine Teilnahme an der von Frankreich organisierten internationalen Geberkonferenz für den Libanon zugesagt. Aber auch US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte anschließend klargestellt, dass es dafür keine Hinweise gebe.

Libanesischen Sicherheitsquellen zufolge reichte eine libanesische Firma während des Transits der "Rhosus" in Beirut eine Beschwerde gegen das Frachtunternehmen ein. Es gehe jetzt erst mal um die Linderung der größten Not, betonte der Außenminister und verwies auf das Team des Technischen Hilfswerks, das noch am Mittwochabend nach Beirut gereist sei. Dutzende hätten versucht, die Absperrung zum Parlamentsgebäude in der libanesischen Hauptstadt zu durchbrechen. "Man kann sich nicht vorstellen, dass das eine Explosion war". Die Luftwaffe sollte ein medizinisches Erkundungsteam der Streitkräfte nach Beirut fliegen, auch die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" nahm von Zypern aus Kurs auf die Küstenstadt.

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