Bei Media Markt und Saturn droht der Abbau Tausender Stellen

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Ceconomy prüft das Streichen von bis zu 3500 Vollzeitstellen bei beiden Handelsketten, angesichts rückläufiger Kundenfrequenzen infolge der Covid19-Pandemie hat der Konzern ferner angekündigt, europaweit "defizitäre Stores" zu schließen.

Der Elektronikhändler MediaMarktSaturn und sein Mutterkonzern Ceconomy planen einen groß angelegten Personalabbau. Jährlich sollen 100 Millionen Euro Kosten eingespart werden. Insgesamt erhofft sich die Konzernführung von den Maßnahmen Einsparungen von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr. In "begrenztem Umfang" sollen außerdem Filialen geschlossen werden. Über eine Umsetzung soll am 12. August entschieden werden.

In Österreich gibt es aktuell noch 37 MediaMarkt Filialen und 15 Saturn Standorte. Welche Saturn-Standorte unter der Marke MediaMarkt weitergeführt werden ist noch ungewiss.

In der Neubrandenburger Innenstadt mit dem Media-Markt im Marktplatz-Center geht man nicht davon aus, von Stellenstreichungen betroffen zu sein, die der Mutterkonzern Cevonomy prüft. "Zu solchen Einzelheiten können wir derzeit keine Stellung nehmen, da die endgültige Planung erst in der kommenden Woche in den Gremien besprochen und beschlossen werden soll", erkärte Ceconomy dazu.

Die Ankündigung der Filialschließungen kommt nicht ganz überraschend.

Der Handelskonzern leidet unter einer Umsatzflaute, die zwischenzeitlichen Ladenschließungen durch die Coronakrise haben die Lage noch verschärft.

Entscheidenden Anteil daran hatte jedoch das Online-Geschäft, das zwischen April und Juni um rund 145 Prozent wuchs und mittlerweile mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, während die Kundenfrequenz und die Umsätze in den Filialen rückläufig waren. "Die Pandemie hat definitiv als Beschleuniger für unser Online-Geschäft gewirkt" sagte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann deshalb im Juli.

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