Die Deutsche Post kommt gut durch die Coronakrise

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Bonn. Die Deutsche Post DHL hat trotz der Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 bei Umsatz und Gewinn zugelegt.

Insgesamt erwirtschaftete Deutsche Post DHL Group einen Konzerngewinn nach nicht beherrschenden Anteilen von 525 Millionen Euro (2019: 458 Millionen Euro).Alle fünf Divisionen waren nach Konzernangaben im zweiten Quartal profitabel. Der Umsatz stieg demnach konzernweit um 3,1 Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro.

"Gerade jetzt zahlt sich aus, dass wir mit der Strategie 2025 unseren Fokus voll und ganz auf unsere profitablen Logistik-Kerngeschäfte und die digitale Transformation des Unternehmens gelegt haben".

Damit übertraf der Konzern seine vorläufigen Quartalszahlen vom Juli leicht. Dennoch weißt der Geschäftsbereich noch ein positives operatives Ergebnis von 35 Millionen Euro aus (2019: 87 Millionen Euro). "Die Menschen haben online bestellt wie sonst nur vor Weihnachten", sagte Finanzvorständin Melanie Kreis. Sein Konzern erwartet nun für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis in Höhe von 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro. Das Paketgeschäft bleibe aber stark. Treiber waren hier steigende Sendungsmengen in Europa und Amerika, während die Volumina in Spanien und Indien aufgrund der Pandemie stark rückläufig waren.

Während große Teile der Wirtschaft mit Absatzeinbrüchen zu kämpfen haben, steigerte der "gelbe Riese" zwischen April und Juni Umsatz und Gewinn, wie der Dax-Konzern am Mittwoch bei der Präsentation seiner Halbjahreszahlen in Bonn mitteilte. Im Geschäft mit eiligen Sendungen habe der Konzern in Asien - und dort vor allem in China - seit Mitte des Quartals wieder Wachstum verbucht, sagte Kreis.

Im Paketgeschäft in Deutschland legte die Post zudem weiter rasant zu. Die Mitarbeiter sollen für ihren Einsatz mit einem Bonus belohnt werden.

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