VW-Spitzelaffäre: Maulwurf ist angeblich enttarnt worden - 50 Stunden Audio

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Volkswagen hat seit Donnerstag einen eigenen Manager im Verdacht, über längere Zeit Gespräche einer internen Arbeitsgruppe zu Problemen mit dem Zulieferer Prevent mitgeschnitten zu haben. Jetzt steht wohl fest, wer hinter der Abhör-Attacke stand. Ein Mitarbeiter des Konzerns wurde deshalb offenbar freigestellt.

Auszüge daraus hat das Online-Wirtschaftsmagazin Business Insider am Wochenende veröffentlicht. Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Solange staatsanwaltschaftliche Ermittlungen andauerten, äußere sich der Konzern nicht zu der Angelegenheit, sagte auch Volkswagen-Markenfinanzchef Alexander Seitz am Freitag. In den Arbeitsrunden ging es darum, wie mit der unliebsamen Zulieferergruppe Prevent umgegangen werden soll, mit der VW seit Jahren im Clinch liegt.

Ein Prevent-Tochterunternehmen hatte vor vier Jahren die Belieferung von VW mit Sitzbezügen und Getriebegehäusen im Streit um Bedingungen eingestellt und VW über Tage zu einem Produktionsstopp gezwungen. Dem Bericht zufolge gibt es fast 50 Stunden Audiomaterial. Prevent hat mitgeteilt, keine Kenntnis von den Aufnahmen zu haben und an ihrer Entstehung nicht beteiligt gewesen zu sein.

Wer der Spitzel ist und ob er in Auftrag von jemand anderem handelte, blieb zunächst unklar. Vor Gericht befehden sich die Unternehmen aber immer noch.

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