Obama holt gegen Trump aus

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Drei frühere US-Präsidenten haben den verstorbenen Bürgerrechtler und demokratischen Kongressabgeordneten John Lewis als einen der großen Helden Amerikas gewürdigt. "Wir werden Zeugen, wie unsere Bundesregierung Polizeiagenten entsendet, um Tränengas und Schlagstöcke gegen friedliche Demonstranten einzusetzen", sagte Obama bei einer Trauerrede für den verstorbenen Bürgerrechtsaktivisten und Abgeordneten John Lewis.

"Zuvor war Lewis" Leichnam diese Woche auch im US-Kongress öffentlich aufgebahrt gewesen - eine Ehre, die in der US-Geschichte bislang nur wenigen Dutzend Amerikanern zuteil geworden ist.

"Wir müssen wachsam sein gegen die dunkleren Strömungen in der Geschichte dieses Landes, in unserer eigenen Geschichte, mit ihren Strudeln aus Gewalt, Hass und Verzweiflung, die immer wieder aufsteigen können".

Der erste schwarze Präsident der US-Geschichte kritisierte zudem Versuche "von jenen an der Macht", Afroamerikaner und andere Minderheiten vom Wählen abzuhalten.

Obama führte unter anderem die Schließung von Wahllokalen, die Verschärfung der Postwahlen und strengere Regeln für die Wählerregistrierung an, die insbesondere Minderheiten betreffen.

Ehemaliger US-Präsident Barack Obama hat einen eigenen Nachwuchs Donald Trump heftig kritisiert für seine Aktionen gegen Demonstranten.

Trump schickte unter anderem Bundespolizei in die Stadt Portland, die damals hart gegen die Demonstranten arbeitete. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Mai löste landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze aus. Am Rande der meist friedlichen Proteste kam es wiederholt zu Ausschreitungen. Trump fährt eine harte Linie gegen die Demonstranten und hat wiederholt ein gewaltsames Vorgehen der Sicherheitskräfte angedroht. Kritiker werfen ihm vor, die Spannungen im Wahljahr 2020 gezielt verschärft zu haben, damit er sich als "Präsident für Recht und Ordnung" darstellen kann. Trump liegt weniger als 100 Tage vor der Präsidentschaftswahl vom 3. November in Umfragen hinter seinem Herausforderer Joe Biden, dem früheren Vizepräsidenten Obamas. Bezeichnet wird diese Strategie als "voter suppression" (etwa: Unterdrückung von Wählern). Lewis schrieb, dass die jüngsten Proteste gegen Rassismus in den Vereinigten Staaten ihn tief bewegt hätten.

Das Land könne sich nur zum Besseren verändern, wenn sich auch alle in die Wahllisten eintragen ließen und im November abstimmten, sagte Obama, der Trump nicht namentlich erwähnte.

Und Lewis meldete sich auch nach seinem Tod erneut zu Wort:Auf seinen Wunsch hin wurde in der "New York Times" am Tag seiner Beerdigung ein von ihm geschriebener Meinungsbeitrag veröffentlicht. Darin forderte er die Menschen auf, weiterhin gegen Ungerechtigkeiten zu protestieren und zur Wahl zu gehen. Er forderte die Menschen auf, niemals Ungerechtigkeit zuzugeben, sondern gegen sie zu protestieren.

"Obwohl ich mit Sicherheit nicht bei Ihnen bin, fordere ich Sie auf, dem dringendsten Ruf Ihres Herzens zu folgen und zu dem zu stehen, woran Sie wirklich glauben", schrieb Lewis. Er habe in seinem Leben alles für den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Hass gegeben. "Jetzt sind Sie dran, die Freiheit hochzuhalten".

Neben Obama sprachen auch die ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush sowie die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi bei der Beerdigung der Bürgerrechtlerin. Lewis hatte den Republikaner oft und manchmal bitter kritisiert.

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