Telekom und SAP bauen EU-Corona-Warn-Plattform

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Die EU-Kommission habe die beiden Unternehmen beauftragt, dafür eine technische Lösung zu entwickeln, sagte ein Kommissionssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Die Deutsche Telekom und der Softwarekonzern SAP sollen für die EU-Kommission eine Warn-Plattform bauen, die Corona-Apps verschiedener Staaten miteinander vernetzt. Die Apps sollen Nutzer vor möglicherweise gefährlichen Kontakten mit Corona-Infizierten warnen. Die Deutsche Telekom und SAP sollen dafür eine entsprechende Plattform aufbauen. Die App wurde mittlerweile 16 Millionen Mal installiert. Auch viele weitere EU-Länder haben derartige Anwendungen herausgebracht. Die Corona-Warnapps der EU-Staaten sollen künftig aber kommunizieren können. Die EU-Kommission hatte von Anfang an neben der Einhaltung der EU-Datenschutzvorgaben auch auf eine Vernetzbarkeit der Warnapps gepocht. Zwar werden die Bluetooth-Codes anderer Warn-Apps aufgezeichnet, für einen Austausch der Warnungen fehlt aber bisher eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Servern. Wenn ein Nutzer in einer App angibt, sich mit Corona angesteckt zu haben, können die anderen Apps auf diese Information zugreifen. Die Entwicklung und Inbetriebnahme wird nach Angaben eines Kommissionssprechers voraussichtlich erst gegen Ende des Sommers abgeschlossen sein. Außerdem werde die Plattform-Lösung nur mit den Apps funktionieren, die Nutzerdaten ausschließlich auf dem Gerät speichern.

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