Coronakrise in Brasilien: Genesener Bolsonaro geht auf Tuchfühlung

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Auch nach seiner eigenen SARS-CoV-2-Infektion sorgt der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro mit seinen Äußerungen über das Coronavirus für Aufsehen. Zwei Wochen zuvor hatte er verkündet, an dem Virus erkrankt zu sein.

Januar 2019 ist Jair Bolsonaro der Präsident von Brasilien.

Seit dem 1. Januar 2019 ist Jair Bolsonaro der Präsident von Brasilien.

In einer Live-Übertragung am Donnerstagabend sagte Bolsonaro, dass er sich nach der Corona-Ansteckung schwach gefühlt und in der Quarantäne "Schimmel in der Lunge" eingefangen habe.

Kurz nach der Genesung des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro vom Coronavirus wurde seine Ehefrau positiv getestet. Der rechtsradikale Staatschef hatte sich Anfang Juli mit dem Coronavirus infiziert, erklärte sich aber vor wenigen Tagen als genesen. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne im Palácio da Alvorada in Brasília, mehrere Tests fielen positiv aus.

Der ultrarechte Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro in Brasilien provoziert immer wieder - auf absolut extreme Art und Weise. Bolsonaros Frau war nach seiner Erkrankung zunächst negativ getestet worden. Sie sei bei guter Gesundheit und folge den Vorgaben zum Umgang mit einer Corona-Infektion, teilte das Kommunikationsministerium am Donnerstag in der Hauptstadt Brasília mit. Bislang infizierten sich in dem größten Land Lateinamerikas über 2,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus.

Nach den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Pandemie.

Bolsonaro steht wegen seines Krisenmanagements in der Corona-Pandemie massiv in der Kritik - die Krankheit bezeichnete der 65-Jährige anfangs als "kleine Grippe". Mehr als 90.000 Patienten starben im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit COVID-19.

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