Reisewarnung für drei spanische Regionen

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Vorneweg: Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich ab kommender Woche auf das Corona-Virus testen lassen müssen. Österreich etwa stuft Spanien schon seit dem 10. Juli als "Land mit hohem Sicherheitsrisiko" im Zusammenhang mit dem Coronavirus ein.

In anderen Ländern sollte man von einem Urlaub derzeit jedoch absehen, rät das Robert Koch-Institut (RKI).

Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Für Länder unter diesem Grenzwert prüft das RKI, ob dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Es wird daher empfohlen, die Seite des Auswärtigen Amtes vor Reisebeginn noch einmal aufzusuchen. Wenn es keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten oder Regionen gibt, wird auch das in der Bewertung berücksichtigt.

Dort ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus teils besonders hoch. Darauf hat das Auswärtige Amt reagiert und warnt vor touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebten Urlaubortes - ohne jedoch eine ausdrückliche Reisewarnung auszusprechen.

Die Regierung in Madrid bemüht sich ebenso wie die Tourismusbranche um Schadensbegrenzung, nachdem das Auswärtige Amt von touristischen Reisen nach Katalonien und die anderen betroffenen Regionen abgeraten hatte. Auch Norwegen hat für Rückkehrer aus Spanien eine Quarantänepflicht angeordnet und hat ebenso wie Belgien und Frankreich eine Reisewarnung für Spanien ausgesprochen.

Eine Reisewarnung dagegen ist inzwischen seltener und enthält einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region zu unterlassen.

Eine Reisewarnung ermöglicht Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen. Für die meisten europäischen Länder wurde sie am 15. Juni aufgehoben und durch individuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie durch (Teil-) Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt.

Deutsche Reisende, aber auch dauerhaft im Ausland lebende Deutsche können sich auf der Website des Auswärtigen Amtes für eine Krisenvorsorgeliste registrieren und bekommen dann im Krisenfall per Mail aktuelle Informationen über die Region, in der sie sich befinden - auch dann, wenn die Region als Corona-Risikogebiet eingestuft wird.

Denn Großbritannien und Deutschland sind keineswegs die einzigen Länder, die Spanien als Reiseland aufgrund der Coronavirus-Ausbrüche ganz oder teilweise auf die rote Liste gesetzt haben. Wenn man sich in einem Land aufhält, das zum Risikogebiet erklärt wird, gelte generell, den Behörden vor Ort Folge zu leisten, so eine ADAC-Sprecherin.

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