Luftfahrt in der Krise: Auch Airbus fliegt Milliardenverlust ein

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Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus. Im Langstreckenbereich werden monatlich künftig weniger A350 und A330neo hergestellt. Insgesamt hat Airbus hat die Produktion von Verkehrsflugzeugen um 40 Prozent gedrosselt. Im zweiten Quartal 2020 schrieb man einen Verlust in der Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Gebeutelt: Airbus hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr fast zwei Milliarden Euro Verlust gemacht.

In der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten schwierigen Lage will Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem den Geldabfluss im Konzern stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, solle im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr aus dem Konzern sickern, kündigte der Manager an.

Wegen der Corona-Krise bricht der Absatz, gerade von Passagierflugzeugen, bei Airbus dramatisch ein. Diese dürften zwischen 1,2 Milliarden Euro und 1,6 Milliarden Euro liegen. Dies führt dazu, dass der Konzern die Produktionsraten anpassen muss und weltweit etwa 15.000 Mitarbeiter abbauen wird.

Den Jahresausblick hatte Airbus bereits im März zurückgezogen. Angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise werde aktuell auch keine neue Prognose gegeben.

Am Vortag hatte auch der amerikanische Konkurrent Boeing angekündigt, die Produktion seiner Erfolgsreihen 787 und 777 weiter zu kürzen. Zudem wird das Hochfahren der 737-MAX-Jets verschoben.

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