Frühere Grippe-Erkrankungen spielen Rolle bei Immunität

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Doch auch bisher nicht an Covid-19 erkrankte Personen können gegen Corona immun* sein. Die Antwort darauf ist komplex und Gegenstand intensiver Forschung. Forschungsteam in Wohltätigkeitsorganisation Berlin und weiter Max-Planck-Institut für Molekulargenetik wird nun als durch a identifiziert Pressemitteilung Charité erscheint. Diese Immunzellen wurden im Anschluss mit kleinen, künstlich hergestellten Bruchstücken des sogenannten Spike-Proteins von SARS-CoV-2 stimuliert. Es bildet die Coronavirus-typische "Krone" auf der Oberfläche des Virus und ermöglicht ihm den Eintritt in menschliche Zellen. Die Forschungsgruppe prüfte dann, ob die sogenannten T Hilfsspeicherzellendie für die Reaktion des Immunsystems verantwortlich sind, werden durch diese Stimulation aktiviert.

Das Ergebnis: Bei 85 Prozent der Covid-19-Erkrankten reagierten die T-Helferzellen auf die Bruchstücke des Virus. Claudia Giesecke-Thiel, eine der drei leitenden Autorinnen und Autoren der Studie. Eventuell lassen sich T-Zellen in einem akuten oder besonders schweren Stadium einer Erkrankung außerhalb des Körpers nicht aktivieren.

Eine Krankenschwester hält einen Tampon in einem Reagenzglas. An dem Coronavirus wird mit Hochdruck weltweit geforscht.

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Zu ihrer Überraschung fanden sich nicht nur im Blut der Infizierten, sondern auch im Blut der Gesunden reaktive T-Helferzellen.

Dabei fiel den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern auf, dass die Immunzellen der Covid-19-Erkrankten und der Gesunden auf unterschiedliche Teilstücke der Virushülle reagierten. Die T-Helferzellen der Patienten erkannten das Spike-Protein über seine komplette Länge. Das bedeutet, dass die Reaktion der T-Helferzellen auf SARS-CoV-2 bei gesunden Personen auf verschiedene Erkältungs-Coronaviren zurückzuführen ist. "Eine Eigenschaft der T-Helferzellen ist, dass sie nicht nur von einem exakt "passenden" Erreger aktiviert werden können, sondern auch von ausreichend ähnlichen Eindringlingen", sagt Giesecke-Thiel.

Untersuchungen an T-Helferzellen sollen darauf hindeuten, dass frühere Infektionen mit "harmlosen" Erkältungs-Coronaviren (wie 229E, OC43, NL63 oder HKU1) sich positiv auf den Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion auswirken könnten.

Schützt eine Grippe-Vorerkrankung vor dem Coronavirus? "Grundsätzlich ist vorstellbar, dass kreuzreaktive T-Helferzellen eine schützende Wirkung haben, indem sie zum Beispiel dazu beitragen, dass der Körper schneller Antikörper gegen das neuartige Coronavirus bildet", erklärt Prof. Dr. Leif Erik Sander, ebenfalls leitender Autor der Studie.

"In diesem Fall würden kürzlich durchgemachte Erkältungen die Symptome von Covid-19 vermutlich abschwächen".

Die Frage, wie sich diese Kreuzreaktivität auf das Mögliche bei gesunden Probanden auswirkt SARS-CoV-2-Infektion kann den Strom beeinflussen Recherche aus dem Fachmagazin "Nature" Ich antworte nicht. "Eine solche Situation kennen wir zum Beispiel beim Dengue-Virus". "Der Grund dafür ist vermutlich, dass bestimmte Strukturen von SARS-CoV-2 denen landläufiger Coronaviren ähneln", heißt es in der Pressemitteilung. Eine solche Studie - die Charity-Corona-Cross-Studie - jetzt unter der Leitung der Charité in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin und MPIMG ins Leben gerufen. Wissenschaftler suchen derzeit nach Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind und sich erholt haben.

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