Nasa schickt Rover "Perseverance" zum Mars - mit Hubschrauber an Bord

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Rund acht Jahre nach "Curiosity" will die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder einen Rover zum Mars schicken.

"Perseverance" ist eine Art verbesserte Version des 2012 auf dem Mars gelandeten "Curiosity"-Rovers". Er soll am Donnerstag (1350 MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus an Bord einer "Atlas V"-Rakete starten und dann im Februar 2021 in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See auf dem roten Planeten landen". An Bord hat er unter anderem sieben wissenschaftliche Instrumente, zwei Mikrofone, 23 Kameras, einen Laser und sogar einen kleinen Hubschrauber. Seine vier Rotorblätter aus Kohlefasern rotieren deutlich schneller als die von Hubschraubern auf der Erde - unter anderem weil die Atmosphäre des Mars deutlich dünner ist.

Das dafür nötige Instrumentenpaket wurde in Spanien entwickelt und soll mithilfe der Thermosensoren dazu beitragen, die Bedingungen auf dem roten Planeten besser verstehen zu können. Wie das Forschungsteam des Jenaer Leibniz-Institutes für Photonische Technologie mitteilte, handelt es sich bei der eingesetzten Technik um Thermo-Sensoren, die berührungslos die Oberflächentemperatur auf dem Mars messen sollen.

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,1 Milliarden Euro) teure "Perseverance"-Rover soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen, sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen". Unter anderem schaffte es 2018 zudem der stationäre NASA-Länder "InSight" zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

Derzeit stehen Erde und Mars günstig für Flüge zu unserem Nachbarplaneten. "Wir befinden uns wegen der Coronavirus-Pandemie in außergewöhnlichen Zeiten, aber wir haben durchgehalten, wir haben diese Mission geschützt, weil sie sehr wichtig ist", sagte NASA-Direktor Jim Bridenstine. So hatten bereits am 20. Juli die Vereinigten Arabischen Emirate als erste arabische Nation eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Auf dem Mars soll der Rover unter anderem den Boden anbohren und Gesteinsproben entnehmen. Beide Raumsonden sollen wie "Perseverance" im Februar an ihrem Ziel ankommen. 2016 war etwa die Sonde "Schiaparelli" der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt.

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