Studie - Gute Ergebnisse nach ersten Tests von Corona-Impfstoff

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Bei einigen davon konnte bereits gezeigt werden, dass Probanden nach der Impfung Antikörper gegen Sars-CoV-2 entwickeln.

Die US-Regierung unterstützt den Impfstoff von Moderna mit fast einer halben Milliarde Dollar und hat ihn als ersten für groß angelegte Studien am Menschen zugelassen. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten die Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt. Die 45 Teilnehmer zwischen 18 und 55 Jahren hatten keine ernsthaften Nebenwirkungen, sagte sie. Unklar ist aber, ob ein Geimpfter dann auch tatsächlich immun gegen eine Infektion mit dem Coronavirus ist. Das wird in sogenannten Phase III-Studien mit Tausenden Probanden untersucht.

Bislang am weitesten im Forschungsprozess sind Großbritannien und China. Ein Impfstoff gilt als wesentlicher Baustein zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die beteiligten Forscher präsentierten die Ergebnisse auch in einer Studie im New England Journal of Medicine. Der Hersteller Moderna sprach in einer Botschaft über eine "starke Immunantwort", die nun den Weg für viel größere Studien zur Wirksamkeit ebnet. In den Tests der ersten Phase werden Impfstoffe immer nur an wenigen Freiwilligen getestet, weil es dabei zunächst vor allem um die Prüfung ihrer Verträglichkeit geht. Nach ersten positiven Ergebnissen hatte Moderna die erste Phase auf 120 Probanden erweitert, um auch die Sicherheit des Impfstoffs mRNA-1273 bei älteren Menschen zu testen. Sie hatten nach zwei Injektionen des Impfstoffs innerhalb von zwei Monaten mehr neutralisierende Antikörper gegen das Virus entwickelt als Personen, bei denen eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert worden war. Noch in diesem Monat solle der Impfstoff an rund 30.000 Personen getestet werden. Letztlich würden die Forschungen von Moderna aber bis Ende Oktober 2022 dauern.

In der dritten und letzten Phase der klinischen Tests bei Moderna soll nach Angaben der Firma die Hälfte der Teilnehmer den potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen, die andere Hälfte ein Placebo.

Weltweit gibt es zahlreiche Impfstoff-Kandidaten in verschiedenen Stadien. Die Zulassung eines Impfstoffes könnte ein Wendepunkt für den US-Konzern werden, der seit seiner Gründung vor knapp zehn Jahren bis heute noch kein einziges Produkt auf den Markt gebracht hat. Sie erklärten Anfang Juli, dass Probanden bei Tests in den USA nach einer Injektion des experimentellen Impfstoffs BNT 162b1 wirksame Antikörper entwickelt hätten.

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