Festnahme geglückt: Serienvergewaltiger wollte sich mit Opfern verabreden

Einstellen Kommentar Drucken

Die Vorführung zur Verkündung des Haftbefehls werde "zeitgleich" zur Unterrichtung der Öffentlichkeit vorbereitet. Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft melden die Festnahme eines 30 Jahre alten Mannes, der verdächtigt wird, in Berlin und Brandenburg eine Serie von Sexualstraftaten verübt zu haben.

Bereits vor drei Wochen waren in Berlin drei weitere Fälle registriert worden, die miteinander in Zusammenhang gebracht wurden.

Durch eine Fingerabdruckspur von einem Laubeneinbruch seien die Personalien des Verdächtigen erkannt worden, teilte Staatsanwältin Katrin Frauenkron am Mittwoch mit. Der Mann soll die Frauen in diesen Fällen auch mit gefährlichen Werkzeugen eingeschüchtert haben. Eines der Opfer ist laut Ermittlungsbehörde minderjährig. Bei den Taten hätten DNA-Spuren gesichert werden können.

Bei dem mutmaßlichen Serienvergewaltiger handelt es sich dem Oberstaatsanwalt zufolge um einen 29-jährigen Serben. Er habe die Opfer zunächst ganz freundlich angesprochen, immer zu belebter Zeit.

Nora Schürmann vom Landeskriminalamt sagte, der Täter sei mit massiver Gewalt gegen die Frauen vorgegangen. Deshalb hätten sich die Frauen nicht getraut, nach Hilfe zu rufen. Hinterher wollte er sich mit den Frauen verabreden.

Nachdem der Täter am Dienstagnachmittag in einem Waldstück an der Stahnsdorfer Straße in Potsdam eine Frau vergewaltigt hatte, war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz und suchte nach dem Mann.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll die Potsdamerin zuvor auf einem Waldweg gejoggt sein. Eine andere Frau, die das Opfer später getroffen habe, habe gegen 11.30 Uhr einen Notruf abgesetzt, berichtete Ermittler Oskar Vurgun von der Brandenburger Polizei. Als er die Polizisten sah, floh er den Angaben zufolge in den Wald und ließ dabei ein blaues Rad zurück. Dabei gab ein Beamter auch Warnschüsse in die Luft. Bald darauf sei der Verdächtige an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Berlin entdeckt worden, erklärte der Brandenburger Ermittler.

Polizisten aus ganz Brandenburg sowie die Bundespolizei und die Berliner Polizei unterstützten am Dienstagabend die Suche in einem Wald bei Postdam, teilte die Polizeidirektion West am Abend mit. Von der Bundespolizei seien Pferde eingesetzt worden. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung hatten Berliner Ermittler den Mann zu Beginn dieser Woche identifiziert. Ihm werden acht Taten seit dem 12. Juni zur Last gelegt. Außerdem soll er medizinisch und psychiatrisch untersucht werden. Mit Datenbank-Abfragen lassen sich bekannte Kriminelle unter Umständen identifizieren.

Potsdam (MOZ) Nach einer erneuten Vergewaltigung am Dienstag in Potsdam wurde ein mutmaßlicher Serienvergewaltiger von der Brandenburger Polizei festgenommen. Vor der jüngsten Vergewaltigung in der Nähe von Potsdam soll er zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben, fünf davon im Grunewald oder dessen näherer Umgebung im Berliner Südwesten, eine im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und eine in Bernau nordöstlich von Berlin.

Comments