USA: Trump-Nichte warnt vor zweiter Amtszeit

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Das Enthüllungsbuch der Nichte von US-Präsident Donald Trump soll bereits am 14. Juli erscheinen und damit zwei Wochen früher als bislang geplant.

Zudem beschreibe die Nichte des US-Präsidenten in dem Buch "einen Alptraum an Traumata, zerstörerischen Beziehungen und eine tragische Kombination aus Vernachlässigung und Missbrauch". Sie forderten vor Gericht, dass die Veröffentlichung verboten wird.

Anfang Juli hatte ein New Yorker Berufungsgericht ein vorläufiges Veröffentlichungsverbot für Mary Trumps Enthüllungsbuch teilweise aufgehoben, das von einem anderen US-Gericht zuvor verhängt worden war.

In "Too Much and Never Enough: How My Family Created the World's Most Dangerous Man" - auf Deutsch etwa: "Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf" - zeichnet Mary Trump laut Verlagsankündigung ein verheerendes Bild ihrer Verwandtschaft.

Mary Trump ist die Tochter von Donald Trumps ältestem Bruder Fred, der 1981 nach langer Alkoholsucht starb.

Das Buch von Donald Trumps Nichte Mary L. Trump hätte verhindert werden sollen. Der Präsident hat die geplante Veröffentlichung mit Verweis auf die Vertraulichkeitsvereinbarung als rechtswidrig bezeichnet.

In der Begründung zu seiner Entscheidung schrieb Richter Alan Scheinkman, dass "Simon & Schuster" nicht an der Vereinbarung beteiligt gewesen sei. Im Gegensatz zu Mary Trump habe Simon & Schuster nicht zugestimmt, die "Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz (zur Redefreiheit) abzutreten". Robert Trump (geb. 1948), ein weiterer Onkel der Autorin, hatte geklagt, um die Veröffentlichung des Buches zu unterbinden.

Mary Trump, die vorerst weiterhin nicht persönlich öffentlich über das Buch sprechen darf, ließ ihren Sprecher Chris Bastardi am Montag kommentieren: "Der Akt eines amtierenden Präsidenten, einen privaten Bürger mundtot zu machen, ist nur das jüngste Beispiel in einer Serie seines beunruhigenden Verhaltens, der eine ohnehin schon gespaltene Nation angesichts einer Pandemie zusätzlich destabilisiert hat", erklärte er.

In den vergangenen Jahren hatten immer wieder Enthüllungsbücher über Trump viel Wirbel ausgelöst. Zuletzt sorgte ein Werk von Trumps früherem Sicherheitsberater John Bolton für Negativ-Schlagzeilen über den Präsidenten.

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