Klassenerhalt: Bremen rettet sich in Heidenheim - Deutschland

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Werder Bremen bleibt in der Bundesliga.

Während Werder mit dem Klassenerhalt den Super-GAU Abstieg verhindern würde, wäre der Aufstieg für den 1. FC Heidenheim der größte Erfolg in der Geschichte des Clubs.

Im Relegations-Rückspiel am Montagabend gingen die Bremer durch ein Eigentor des Heidenheimers Norman Theuerkauf (3. Minute) früh in Führung. Und man mag sich gar nicht ausmalen, wie die Mannschaft auf einen Rückstand gegen den 1. FC Heidenheim reagieren würde. Werder Bremen hat den Klassenverbleib hingegen geschafft. Die lange Karriere des 41 Jahre alten Werder-Angreifers Claudio Pizarro hat dagegen ein versöhnliches Ende gefunden. - Werder bleibt in der Bundesliga. Die Heidenheimer machten mehr Lärm auf der Tribüne als auf dem Platz. Nach einem technischen Fehler von Sargent an der Strafraumgrenze beförderte Theuerkauf den Ball unglücklich ins eigene Tor. Kohfeldt bleibt beim Ja, verweist auf die Erfahrung einzelner Spieler mit einer solchen oder einer ähnlichen Situation und hängt seine Hoffnung an den sehr speziellen Verlauf der Saison, in der sich die Akteure in Grün und Weiß als Stehaufmännchen der besonderen Art erwiesen hätten: "Wir waren doch schon tot, sind aber mindestens dreimal von der Schippe gesprungen". Leicht gesagt. In der Praxis ist es gewissermaßen die psychologische Quadratur des Kreises, die der Werder-Coach von seinem Personal gegen Heidenheim verlangt. Was die Gastgeber entgegenzusetzen hatten, war ihre Athletik und Kampfkraft.

Sein Trainerkollege Frank Schmidt gab sich vor dem "größten Spiel der Vereinsgeschichte" entspannt.

Auf das eher provinziell anmutende Ambiente, versicherte Kohfeldt, müsse er seine Mannschaft in Corona-Zeiten nicht mehr einstellen. Die dafür eingewechselten Stefan Schimmer und David Otto hatten gleich gute Möglichkeiten. Und weil Heidenheim nun kommen musste, bekam Werder Räume. Aufregung herrschte dann aber plötzlich aus einem anderen Grund. Mitte des zweiten Durchgangs kamen auf einmal etwa 50 Heidenheimer Fans auf die Tribüne und machten sich lautstark bemerkbar. Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry regte sich genauso lautstark darüber auf. Nach wenigen Minuten wurden die Zuschauer von Ordnern wieder aus der Arena geleitet. Kleindienst sorgte mit seinem Ausgleichstreffer für Spannung - die Sensation aber blieb aus.

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